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zuzubereiten sowie Alte zu pflegen und sie beim Sterben zu begleiten. Nicht zuletzt empfahl sie Nikoläuse erst in der Adventszeit zu kaufen.

Auch bei der Beerdigung von Nationaltorhüter Robert Enke fand sie die richtigen bewegenden Worte. Nicht zuletzt die Art, wie sie mit ihrem Privatleben umging, kam in der Öffentlichkeit gut an. Dazu gehört nicht nur ihre Scheidung, sondern auch die Brustkrebserkrankung der Mutter von vier Töchtern. Damit vermittelte sie ein ganz anderes Bild von Kirche, als man es bis anhin gekannt hatte.

Deutschlands Politiker waren dagegen nicht immer so ganz zufrieden mit ihr. Zwar freute sich Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) dieser Tage, dass Käßmann ihre Kritik an FDP-Chef und Außenminister Guido Westerwelle teilte. Westerwelle hatte eine Diskussion über die Leitungsbereitschaft von Hartz IV-Empfängern (Sozialhilfe-Empfän- gern) angefacht. Zu Jahresbeginn war Käßmann allerdings unter heftige Kritik von fast allen Seiten geraten. In ihrer Neujahrs-Predigt hatte sie den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr als „nicht zu rechtfertigen“ bezeichnet.

Käßmann ist nicht die erste hohe Kirchenvertreterin, die mit Alkohol am Steuer erwischt wurde. Auch der katholische Augsburger Bischof Walter Mixa musste für einige Zeit auf seine Fahrerlaubnis ver- zichten. Der frühere bayrische Wirtschafts- minister Otto Wiesheu (CSU) verursachte 1983 einen
Autounfall unter Alkoholeinfluss, der ein Todesopfer forderte. Bayerns früherer Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) musste viel Kritik einstecken, als er behauptet hatte, man könne auch mit zwei Maß Bier noch Auto fahren.


Helmut UwerHelmut Uwer, uwer@tagesblick.de
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