Nun hat auch in Deutschland die Erde ge- bebt. Im Zollernalbkreis in Baden-Württem- berg gab es am Dienstagabend ein Erd- beben der Stärke 3,2. Schäden wurden bislang nicht gemeldet. Doch im Zollern- albkreis liegt der Zollerngraben, der 1978 ein starkes Beben der Stärke 5,8 auslöste und große Gebäudeschäden anrichtete.
Der Zollernalbkreis liegt mitten in Baden-Württemberg und umfasst, wie der Name anklingen lässt, die Zollernburg und die größeren Städte Hechingen und Albstadt. Ein Ortsteil von Albstadt, Onstmettingen liegt direkt auf dem Zollerngraben.
Der Zollerngraben ist eine tektonische Ver- werfung, die vor rund 15 Millionen Jahren entstand. Durch die damalige Erdbewegung entstand auch das Mittelgebirge der Schwäbischen Alb, das dem Zollernalbkreis neben der Zollernburg den Namen gab. Der Zollerngraben hat in Albstadt bereits drei große Beben verursacht. Das schlimmste 1911 mit der Stärke 6,1 und eben das be- kannte Beben von 1978.
Nun hat am Dienstagabend gegen 19.16h in Onstmettingen und in Burladingen die Erde wieder gebebt. Es dauerte zwar nur Sekunden, doch die Menschen dort sind nachhaltig verunsichert. Das Landesamt für Geologie in Freiburg meldete, dass das Erdbeben im Umkreis von 10 Kilometern zu spüren war. |