seinen Firmensitz in der Schweiz, was die Frage aufgeworfen hat, wieso ein deutscher Außenminister sich für ein Schweizer Unternehmen einsetzen muss.
Westerwelle konterte die Vorwürfe mit der Gegenattacke: „Da der Opposition die politischen Argumente ausgehen, versuchen sie es jetzt mit persönlichen Attacken gegen mich und meine Familie.“ Zudem verwies er darauf, dass Far Eastern-Chef Ralf Marohn auch schon mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) nach Asien gereist sei. Nachdem Beck diese Darstellung dementieren liess, entartete das Ganze zur Posse, die inzwischen so weit ging, dass das Außenministerium ein Foto verbreitete, das Westerwelles Version stützen soll. Leider ist das Foto unscharf.
Seither tobt eine regelrechte Schlacht um Westerwelle. Die SPD warf ihm „Günstlingswirtschaft“ vor. Die designierte Links-Parteichefin Gesine Lötzsch meinte, Westerwelle sorge „liebevoll dafür, dass sein Lebenspartner, seine Familie und FDP-Großspender anstrengungslos zu noch mehr Wohlstand kommen.“ Die FDP witterte eine Anti-Schwulenkampagne und fürchtete um Schaden für die Demokratie.
Schliesslich sah sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag genötigt, sich hinter ihren Duzfreund Guido zu stellen. Sie sei sicher, dass Westerwelle bei seinen Reisen „in Übereinstimmung mit den Regeln vorgegangen ist und vorgehen wird und seine Entscheidung über die Zusammensetzung von Delegationen auch entsprechend vorgenommen hat.“ Am Tag zuvor hatte die Frankfurter |
Allgemeine Zeitung berichtet, dass es diesbezüglich keinerlei Regeln gibt. |