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die SPD vergeblich versucht, Sarrazin rauszuwerfen.

Hinzu kommt, dass es ausgerechnet zwei SPD-Politiker waren, die Sarrazin ins Amt hievten, nämlich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck. Beide waren vor einem Jahr an der Reihe, ein Mitglied für den Bundesbankvorstand zu nominieren. Schon damals war Sarrazins loses Mundwerk bekannt. Bundesbankchef Weber war alles andere als erfreut über den Neuzugang.

Sollte sich Sarrazin juristisch gegen seinen Rausschmiss wehren, käme es erstmals zu einer Klage gegen den Bundespräsidenten. Bislang in den Medien zitierte Arbeitsrechtler sind sich ziemlich sicher, dass Sarrazin recht bekäme. Zwar habe Sarrazin mit seinen Äußerungen gegen den Ehrenkodex der Bank verstoßen. „Doch die bisherige Verfehlung ist nicht derart schwerwiegend, dass sie seine Abberufung rechtfertigen könnte“, erklärte beispielsweise der renommierte Verwaltungsrechtsprofessor Ulrich Battis von der Berliner Humboldt Universität.
Helmut UwerHelmut Uwer, uwer@tagesblick.de
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