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„Ich nehme meine Verantwortung gerne wahr. Ich habe sie für fünf Jahre übernommen. Ich möchte nach fünf Jahren eine Bilanz vorlegen, dass ich ein guter erfolgreicher Bundespräsident war.“ Mit diesen Worten machte Wulff deutlich, dass er dem in den letzten Tagen massiv gestiegenen Druck weiter standhalten will. Er entschuldigte sich für seinen Drohanruf bei „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann. Das sei ein Fehler gewesen. Seine Entschuldigung sei ja auch angenommen worden. Wulff räumte ein, dass er sich vielleicht zu sehr als Opfer gesehen habe denn als derjenige, der auch eine Bringschuld habe, berechtigte Fragen zu beantworten. Er wolle nun sein „Verhältnis zu den Medien neu ordnen“.
Im übrigen habe er nur erreichen wollen, dass der Bericht um einen Tag verschoben werde, bis er von seinem Auslandsaufenthalt nach Deutschland zurückgekehrt wäre. Dabei sei es ihm auch um den Schutz seiner Familie gegangen. Das gelte auch für das, „was im Internet alles verbreitet wird über meine Frau.“ Das seien Fantasien. Den Vorwurf der Salamitaktik wies er zurück, da er 400 Anfragen von Journalisten beantwortet habe. Die Antworten sollen ab Donnerstag im Internet veröffentlicht werden.
Wulff verteidigte seine Urlaube bei befreundeten Unternehmern. Darin könne er keinen Verstoß gegen das niedersächsische Ministergesetz erkennen. Es handele sich dabei |
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um Personen, die er zum Teil seit seinem 14. Lebensjahr kenne. Nicht zuletzt hält er sein Darlehen bei der baden-württembergischen BW-Bank für korrekt. Es handele sich um normale und übliche Konditionen. Es sei ein Angebot wie für andere auch. Der Wulff gewährte Zinssatz von maximal zwei Prozent liegt allerdings weit unter dem Marktüblichen, wo mindestens das Doppelte verlangt wird.
Die ersten Reaktionen zeigen allerdings, dass Wulff der erhoffte Befreiungsschlag nicht gelungen ist. SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil erklärte, es seien Fragen offen geblieben wie z.B. die nach dem Amtsverständnis Wulffs. „Das war kein Befreiungsschlag und wird die Debatte nicht beenden“, war sich Heil sicher.
SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, Wulffs Eignung als Bundespräsident neu zu überprüfen. Wie auch Grünen-Chefin Claudia Roth ist Gabriel überzeugt: „Das ist keine Causa Wulff mehr, das ist eine Causa Merkel.“ Bei der Wahl Wulffs habe die Kanzlerin parteipolitische Interessen über die Interessen des Landes gestellt.
Auch der Berliner Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer glaubt nicht, dass Wulff nun aus dem Schneider ist: „Es wird weitergehen.“ Wulff habe seine moralische Autorität verspielt. Merkel solle aufhören, ihn zu stützen, sonst werde sie selber Schaden nehmen. Das Amt des Bundespräsidenten habe schon Schaden genommen.
Merkel hatte am Nachmittag über einen Sprecher |
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