zurück zum Archiv
Neckermann UrlaubsWelt

     |   RSS   |   Suche     
Aktuelles Washington Weekly Hintergrund 
StartAuslandAktuelles
Aktuelles
Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken Diesen Artikel weiterempfehlen Diesen Artikel weiterempfehlen
Barack Obama beweist in seiner Rede in Denver Lernfähigkeit
29.08.2008
Der geerdete Kandidat
Die letzten Wochen waren nicht leicht für Barack Obama. Vorwürfe gegen seinen Wahlkampfstil wurden besonders in den eigenen Reihen immer lauter. Zu abstrakt sei seine Botschaft, zu weich die Angriffe gegen die Republikaner.

Vor 75000 Zuschauern ist Barack Obama dieser Kritik entgegengetreten. Seine Rede in Denver hat alles unter einen Hut gebracht: Angriffe gegen den politischen Gegner, eine klare politische Agenda und der Aufruf zur Einigkeit über die Parteigrenzen hinweg. Eine dreiviertel Stunde lang läutete der Kandidat die heiße Phase des bisher überraschend engen Wahlkampfes ein.

Angriffe gegen McCain

Das Beispiel seiner Familie und die Straßenarbeit in Chicago hätten ihn tief im Boden der Tatsachen verankert, so Obama. Im Gegensatz zu seinem Rivalen McCain erkenne er die Probleme des Landes: Arbeitslosigkeit, sinkende Löhne, fallende Immobilienpreise, schlechte Schulen, teure Universitätsgebühren, Armut, eine zerfallende Infrastruktur, das horrende Haushaltsdefizit. Das Problem sei jedoch nicht, "dass John McCain all das egal ist. Er begreift es einfach nicht."
Obama ging seinen Gegner auf großer Bühne erstmals hart an. Die Hauptkritik: der ehemals für seine Unabhängigkeit gerühmte Senator sei nur ein Wurmfortsatz von acht Jahren Bush-Regierung. In 90% der Fällen habe McCain im Senat für Bush gestimmt. Das mache es ihm unmöglich, Wandel glaubwürdig zu verkörpern: "Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich bin nicht bereit, mich mit einer 10%-igen Chance auf Veränderung zufriedenzugeben!", rief der demokratische Kandidat in die jubelnde Menge.

Arbeitsagenda, en detail

Dem Vorwurf, in seinen Plänen zu wolkig zu bleiben, trat Obama beherzt entgegen. Weite Teile seiner Rede widmete er seinen politischen Plänen. Steuerstreichungen für die Mittelklassen, Unabhängigkeit von Ölimporten aus dem arabischen Raum, die Verbesserung der Bildung, Subventionen für grüne Wirtschaftszweige, eine bessere Versorgung der Veteranen, Gesundheitsversicherung für jedermann, die Beendigung des Irakkrieges, die Rückkehr zur Diplomatie. Die Liste ist lang, aber, so Obama: "Es ist nicht die Zeit für kleinere Pläne."
1  2   > weiter
0 Kommentare
Einen Kommentar hinterlassen:  (Bitte alle Felder ausfüllen!)
 
Name:
 
E-Mail:
 
Kommentar:
 
Spam-Schutz: 
 
Ausland - Aktuelles
Aktuelles
Rubrikartikel
Athen: Europa ist noch nicht am Ende. Hoffnung ist im kleinsten Dorf.  ...mehr
Krieg in Libyen ...mehr
Japan - nur noch Katastrophenmeldungen ...mehr
Japan: Neuer Reaktor vor Explosion ...mehr
Japan: keine Lehren aus Tschernobyl ...mehr


Aktuelleszum Archiv