Hurrikan "Gustav" bestimmt den US-Wahl- kampf. Der Parteitag der Republikaner am Montag in St. Paul wird zusammen ge- strichen, derweil wird New Orleans vollständig evakuiert. Eine Katastrophe wie vor drei Jahren, als Hurrikan "Katrina" die Stadt zerstörte, soll verhindert werden. Barack Obama hat am Abend angekündigt, wenn notwendig, Freiwillige zum Hilfseinsatz in die Katastrophengebiete zu schicken.
Bürgermeister Ray Nagin fand am Sonntag dramatische Worte für seine Mitbürger: " Wenn Sie bleiben, wird das der größte Fehler Ihres Lebens sein. Kaufen Sie sich eine Axt, damit Sie sich zum Dach durchkämpfen können."Die Behörden sind diesmal entschlossen, eine Katastrophe in New Orleans wie vor drei Jahren, als der Hurrikan "Katrina" die Stadt zerstörte, zu verhindern.
Die Stadt soll vollständig evakuiert werden. Zehntausende sind bereits in Notunterkünfte in Memphis oder Baton Rouge gebracht worden. Zwar hat "Gustav" über dem Golf von Mexiko etwas von seiner Stärke verloren, den- noch wird befürchtet, dass er auf Stärke 5 klettern könnte, sobald er Land erreicht. Ray Nagin sprach sogar von einem "Sturm des Jahrhunderts".
 Der prognostizierte Weg von Gustav über das amerikanische Festland

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Angstvoll blicken die Einwohner von New Orelans nun auf die Dämme rund um ihre Stadt. Werden sie diesmal halten? Nach "Katrina" wurde zwar ein 13-Milliarden-Dollar-Programm aus Bundesmitteln aufgelegt, das bis 2011 alle Dämme so sichern soll, dass sie einem Jahrhundertsturm standhalten. Die Arbeiten dauern aber an, vor allem am westlichen Mississippi-Ufer.
Und erste Pannen sind auch schon zu ver- melden. So fielen am Sonntag die Computer der Stadt aus, so dass momentan niemand weiß, wer bereits evakuiert ist und wer nicht. Nach Vorhersagen der Meteorologen wird "Gustav" am Montagmorgen mit Sonnenauf- gang auf die Küste Louisianas treffen und das Sturmzentrum könnte am frühen Montag- nachmittag den Südwesten von New Orleans heimsuchen.
Derweil dreht sich auch im US-Wahlkampf alles um "Gustav". Der Präsidentschafts- kandidat der Republikaner, McCain hat bereits angekündigt, das Programm des Parteitages am Montag "auf das Not- wendigste" zusammen zu streichen. Am Sonntagabend sagte er auf CNN:" Unsere Gedanken und Herzen sind bei denen, die jetzt eine schwere Zeit durchmachen. Wenn es notwenig sein sollte, lassen wir den Parteitag ganz ausfallen. Dann sind wir alle Amerikaner, nicht Republikaner."
Der Parteitag wird aber zunächst, wie geplant, um 15 Uhr Ortszeit beginnen, dann aber bereits zwei Stunden später wieder aus- einandergehen. Das sagte McCains Wahl- kampfmanager Davids des Presse. Die Delegationen aus den Bundesstaaten Mis- sissippi und Louisiana sollen dann umgehend in ihre Heimat zurückkehren. Für sind eigens Flugzeuge gechartert worden.
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