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Gustav war gnädig - aber Hanna und Ike kommen.
02.09.2008
Noch nicht zu Ende
Der Tropensturm Gustav hat im US-Bundes- staat Louisiana sieben Menschen das Leben gekostet, wie die Behörden mitteilten. Obwohl Gustav nur abgeschwächt über New Orleans brauste, warnt der Bürgermeister vor einer zu schnellen Rückkehr. Über der Karibik warten nämlich schon die Hurrikane Hanna und Ike.

Tropensturm Gustav war gnädig. Bislang hält sich die Spur seiner Verwüstung, die sich über die Karibik bis nach New Orleans zieht, in Grenzen, wenn man das angesichts von insgesamt 100 Toten sagen darf. 77 Men- schen kamen in Haiti ums Leben, 19 auf anderen Karibikinseln.

Der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, warnte dennoch vor einer zu schnellen Rückkehr in die Stadt. Gefahr für Leib und Leben drohe unter anderem von den zer- störten Stromleitungen. Außerdem ist noch nicht sicher, ob die neuen Dämme rund um die Stadt dem Hochwasser nachgeben oder halten. Bevor die rund zwei Millionen Flüchtlinge nach New Orleans und in die Küstenregionen zurückkehren, soll zunächst die Infrastruktur wiederhergestellt werden.

Unterdessen macht sich im Osten der Karibik der Hurrikan "Hanna" bereit, die Nachfolge von Gustav anzutreten. Nach Angaben der US-Meteorologen steuert er auf die Küstelinie zwischen Florida und South Carolina zu. Nicht genug, auch der Tropensturm "Ike" wartet bereits auf dem Atlantik um über die Karibikinseln hereinzubrechen. Die Atem- pause nach Gustav ist also nur klein.

Ganz schön gerupft worden sind unter- dessen die Republikaner, die ihren Wahlkampfauftakt am Montag wegen Gustav erheblich eingeschränkt haben. Sie haben nur die notwendigsten Formalitäten erledigt und McCain zum Präsidentschaftskandidaten für die Wahl im November bestimmt, an- sonsten auf die übliche Inszenierungen und Jubelfeiern verzichtet.

Stattdessen machten sich die Republikaner unter Führung von First Lady Barbara Bush und McCains Frau Cindy daran, Geld für die Opfer von Gustav zu sammeln.
Leere Ränge beim Wahlkampfauftakt der Republ- ikaner am Montag in St. Paul
Leere Ränge beim Wahlkampfauftakt der Republ- ikaner am Montag in St. Paul

Isabella PfaffIsabella Pfaff, pfaff@tagesblick.de
Journalistin
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