Zweimal innerhalb einer Woche wurden eu- ropäische Fangschiffe im Indischen Ozean angegriffen. Der französische Agrarminister Michel Barnier hat darauf hin die EU auf- gefordert, eine Lösung für dieses Problem zu finden. Der Verband der französischen Thun- fischverarbeiter fordern sogar einen Militär- einsatz.
Der französische Agrarminister Michel Bar- nier hat ein Eingreifen der Europäischen Union verlangt. Für die 55 europäischen Fangschiffe in der Region müsse noch unter französischer EU-Ratspräsidentschaft eine Lösung gefunden werden, erklärte der frühere EU-Kommissar am Sonntag in Paris.
Der 85 Meter lange französische Thunfisch- fänger "Drennec" war am Wochenende vor den Seychellen von somalischen Piraten an- gegriffen und mit Granaten beschossen worden. Am Donnerstag hatten Seeräuber im selben Seegebiet bereits das spanische Fangschiff "Plaja Anzora"attackiert. Die Fischer konnten entkommen. Die 40 fran- zösischen und spanischen Fangschiffe brachten sich daraufhin im Hafen Mahé auf den Seychellen in Sicherheit.
Fischer und Fischverarbeiter verlangen einen Militäreinsatz. "Die Küsten - Seeräuberei ver- wandelt sich in einen organisierten Wirt- schaftszweig", erklärte der französische Verband der Thunfischverarbeiter Orthongel. "Wir brauchen den Einsatz von Schiffen und Flugzeugen zur Überwachung des Gebietes." Die Piraten aus der autonomen somalischen Region Puntland fahren mittlerweile mit Mutterschiffen weit auf das offene Meer hinaus. Dort setzen sie wendige, starke Motorboote aus, die Frachter oder Jachten angreifen.
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Vor einem halben Jahr war der französische Luxussegler "Ponant" in die Hand von Seeräubern geraten. Französische Kom- mandos hatten nach dem Freikauf der Geiseln im April sechs der Seeräuber gefangen genommen und nach Paris ge- bracht sowie einen Teil des Lösegeldes sichergestellt. Am 2. September kaperten Piraten einen französischen Segler mit zwei Menschen, um neben Lösegeld die Frei- lassung ihrer Kumpane zu erpressen.  Der Indische Ozean mit der Küste von Somalia

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