US-Präsident George Bush ist angesichts der weltweiten Finanzkrise am Dienstag vor die Presse getreten und hat angekündigt, dass er ganz sicher davon ausgehe, dass man sich auf einen gemeinsamen Rettungs- plan einigen würde. "Das Ende der parla- mentarischen Möglichkeiten sei noch nicht gekommen," so George Bush weiter. Am Montagnacht hatte der US-Kongress den Rettungsplan für die Banken abgelehnt.
George Bush versuchte Zuversicht auszu- strahlen, aber er wirkte müde und ange- schlagen. "Politik sei manchmal schwierig", aber "das Ende der parlamentarischen Mög- lichkeiten sei noch nicht erreicht."
Derweil muss sich der Präsident und der Kongress weltweite Kritik gefallen lassen, auch von der EU. Die Ablehnung des mil- liardenschweren Rettungsplans für das US-Finanzsystem durch den Kongress sei "enttäuschend", sagte der Sprecher von EU-Kommissionspräsident José Manuel Bar- roso, Johannes Laitenberger, am Dienstag in Brüssel. "Die USA haben eine weltweite Ver- antwortung in dieser Lage", fügte er hinzu. Die Kommission hoffe nun auf eine schnelle Verabschiedung des Nothilfeplans im Umfang von 700 Milliarden Dollar. EU-Handelskommissar Peter Mandelson warf dem US-Kongress "Verantwortungslosigkeit" vor.
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Bereits gestern hatte George Bush ange- kündigt, dass das Weiße Haus an einem neuen Rettungsplan arbeite, der am Don- nerstag vorgelegt werden soll. Gleichzeitig warnte Bush vor "schmerzhaften und dauer- haften" Schäden für die US-Wirtschaft gewarnt, fall der von seiner Regierung vorge- schlagene Rettungsplan nicht bald vom Kongress verabschiedet werde.
Die Abgeordneten hatten den 700 Milliarden Dollar teuren Rettungsplan am Montagabend abgelehnt, wobei der größte Widerstand aus Bushs eigener republikanischer Partei kam. Der Kongress müsse handeln, forderte Bush am Dienstag in einer Ansprache. Die Wirt- schaft warte auf ein entschlossenes Handeln der Regierung.
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