Der ehemalige finnische Präsident Martti Ahtisaari hat den diesjährigen Friedens- nobelpreis bekommen. Das gab die Aka- demie in Stockholm am Mittag bekannt. Der 71- jährige hat wesentlich mitgeholfen viele Konflikte der Welt als Vermittler beizulegen.
Es hätte keinen besseren treffen können: Martti Ahtisaari hat über Jahre im Vorder-, vor allem aber im Hintergrund mitgewirkt, ver- handelt und Shuttle-Diplomatie betrieben um verschiedenen Konfliktherde dieser Welt einzudämmen oder zu beruhigen. Unter anderem ist ihm ganz wesentlich zu ver- danken, dass der Krieg im indonesischen Aceh beigelegt wurde.
Die Auszeichnung für Athisaari kann man auch verstehen als Auszeichnung und Er- munterung für den Einsatz diplomatischer Mittel in Krisensituationen. Es lässt sich verstehen als Plädoyer anstehende Konflikte mit politischen Mitteln zu lösen und nicht Militärisch.
Das Nobelpreiskomitee begründete seine Entscheidung damit, dass Athisaari einen "fast lebenslangen Einsatz als international herausragender Vermittler" getätigt hat. So hat er auch die Selbständigkeit Namibias in den 80er Jahren mit ausgehandelt. Nich ganz so erfolgreich war Athisaari allerdings bei seinen Vorschlägen zur Unabhängigkeit des Kosovo.
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Der Sozialdemokrat Ahtisaari war 1994 bis 2000 Staatspräsident von Finnland. Der mit umgerechnet einer Million Euro (zehn Mil- lionen schwedischen Kronen) dotierte Preis wird ihm am 10. Dezember in Oslo über- reicht. |