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Colin Powell sprach sich in der Fernseh- sendung "Meet the Press" öffentlich für Barack Obama aus. Ein Sieg Obamas werde "die Welt elektrisieren", sagte der Top-General und ehemalige Außenminister von George W. Bush. Obama habe all die Fähig- keiten, die er brauche, "um ein erfolgreicher Präsident zu sein, ein außergewöhnlicher Präsident."
Das ist ein harter Schlag für McCain. Den Kandidaten, der sich als Garant der inneren Sicherheit darstellt. Den Mann, der sagt, er wisse besser als sein Konkurrent, wie man Kriege kämpft. Den Mann, der sich als bester Freund der Sicherheits - Community in Washington darzustellen pflegt. All dies wird von Powell nun relativiert. Obama, so seine Botschaft, ist in diesen Feldern genau so fähig wie McCain - wenn nicht gar fähiger.
Noch vor zehn Monaten hatte Powell die höchstmögliche Summe an die McCain-Kampagne gespendet (mehr als 3200 Dollar sind nach amerikanischem Wahlrecht als persönliche Spende unzulässig). Drei Dinge jedoch haben das politische Alphatier umdenken lassen. Zum einen habe ihn die Ernennung Sarah Palins zur Vize-Kandidatin an McCains Entscheidungsstärke zweifeln lassen: "Ich glaube nicht, dass Palin bereit ist, Präsi- dentin der Vereinigten Staaten zu sein. Und das ist der Job des Vize-Präsidenten."
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Zum anderen gefällt Powell die Richtung der McCain-Kampagne nicht. "Die McCain Kam- pagne versucht, Obama mit einer Form terroristischen Gedankenguts in Verbindung zu bringen. Ich denke, das ist unangebracht... Ich denke, das geht zu weit." Damit bringt der General das Unwohlsein vieler moderater Wechselwähler auf den Punkt, was die harte Linie der McCain-Kampagne angeht. Weiter- hin sagte Powell, er wolle nicht zwei weitere konservative Richter im Supreme Court sitzen sehen. Es wird vermutet, dass der nächste Präsident zumindest eine Ernennung für den Supreme Court vornehmen wird. Momentan besitzen die Konservativen eine Stimme Mehrheit in dem hochwichtigen Gremium.
Obama habe im Vergleich zu McCain eine integrative, inspirierende Kampagne auf die Beine gestellt. Powell stellte Obama als Stimme der Zukunft, als Vertreter "einer neuen Generation..., auf der Weltbühne ebenso wie auf der amerikanischen“ dar.
Damit verletzt Powell McCain an mehreren Fronten. Er stellt ihn als Mann der Ver- gangenheit dar, als uninspiriert und vor allem als ersetzbar. Die positive Beschreibung Obamas versichert vielen unentschiedenen |
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