Die EU stellt Island den EU-Beitritt in Aus- sicht. Sollte die Insel den Kandidatenstatus beantragen, können sie schnell aufge- nommen werden, sagte EU-Erweiterungs- kommissar Olli Rehn. Bisher lehnte die Regierung in Reykjavik einen EU-Beitritt offiziell ab. Angesichts der Finanzkrise hatte der isländische Fischereiminister Einar Gudfinnsson vergangene Woche aber erst- mals ein Umdenken angedeutet.
In Zeiten der Not tut es gut, sich an einen starken Rücken anzulehnen. Zu dieser Ein- sicht ist jetzt wohl auch Island gelangt, das bisher einen EU-Beitritt abgelehnt haben. Jetzt ist Island bankrott und die Zeichen stehen auf Eintritt. Von Seiten der EU kommt Zustimmung: "Island ist klar ein europ- äisches und demokratisches Land, das bereits Teil des Europäischen Wirtschafts- raumes ist", sagte Olli Rehn, EU-Erweit- erungskommissar.
Der isländische Fischereiminister Einar Gudfinnsson gab zu, "es ist kein Geheimnis, ich war gegen eine Mitgliedschaft. Wir müssen uns aber in den derzeitigen Turbul- enzen alle Optionen anschauen." Island lockt an der EU vor allem die Aussicht auf einen Beitritt zum Euro.
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Ein Problem ist jedoch der Fischereisektor, der für fast 30 Prozent der Ausfuhren und fast fünf Prozent der Wirtschaftsleistung steht. Bei einem Beitritt müsste Island seine Fischerei- politik EU-Vorgaben anpassen, und Flotten aus anderen EU-Staaten in seine Gewässer lassen.
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