Im Kongo spielt sich ein neues Flüchtlings- drama ab. Die Truppen des Rebellen- generals Laurent Nkunda rücken im Osten des Kongos auf die Provinzhauptstadt Goma vor, dabei haben sich rund 20 000 Flüchtlinge aus der Region auf die Flucht vor den an- rückenden Rebellen gemacht.
Laut Angaben der BBC zieht sich die reguläre kongolesische Armee zurück. Gleichzeitig wird die UN-Truppe im Kongo schwer kritis- iert. Den rund 17.000 Blauhelmen wird vor- geworfen, nichts zum Schutz der Bevöl- kerung zu tun. Die Vereinten Nationen riefen ihre Mitarbeiter in Goma auf, ihre Häuser nicht zu verlassen, nachdem am Vortag tausende aufgebrachte Kongolesen mehrere UN-Einrichtungen in der Stadt angegriffen hatten. Auch am Dienstag warfen Flüchtlinge Steine auf UN-Panzer.
Währenddessen stellt sich Goma auf die rund 20. 000 Flüchtlinge ein. Viele der Flücht- linge tragen ihre Kinder auf dem Arm und schleppen ihr gesamtes Hab und Gut mit sich. Tausende Menschen verbrachten die Nacht auf dem schlammigen Erdboden, wo sie den tropischen Regenfälle schutzlos ausgeliefert waren. Etwa 30.000 Flüchtlinge trafen in einem provisorischen Lager des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Kibati ein, zehn Kilometer nördlich von Goma, wie UNHCR-Sprecher Ron Redmond mitteilte.
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Die humanitäre Situation sei chaotisch, nach- dem sich die Zahl der Menschen dort in- nerhalb weniger Stunden verdreifacht habe. Nach Angaben des Roten Kreuzes fliehen jeden Tag zusätzlich täglich etwa 100 Men- schen, die meisten davon Frauen und Kinder, über die Grenze in das benachbarte Uganda.
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