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Am dritten Tag nach dem Blutbad in Bombay hat die indische Polizei am Samstag das Taj Mahal Hotel gestürmt und dort die letzen drei Attentäter getötet. Unklarheit herrschte aber nach wie vor über Zahl und Herkunft der Attentäter. Bei der Terrorserie, die am Mit- twoch begann, kamen in Bombay rund 200 Menschen ums Leben. Unter den Opfern sind auch drei Deutsche. Jetzt muss der Frage nachgegangen werden, wer waren die Atten- täter und welches Ziel hatten sie?
Vermutlich waren es zehn Attemtäter, die seit Mittwoch in Bombay drei Luxushotels, ein jüdische Gemeindeszentrum, ein Kino und eine Restaurant im Bombayer Bahnhof an- gegriffen hatten. Wieviele es genau waren, ist aber unklar. Bei dem bislang einzigen überlebenden Verdächtigen handle es sich um einen pakistanischen Staatsbürger, sagt die indische Polizei.
Die Attentäter hätten über eine technisch aus- gereifte Ausrüstung verfügt und GPS, Handys und Satellitentelefone zur Kommuni- kation benutzt. "Sie standen ständig in Kontakt mit einem anderen Land", gab ein indischer Regierungsvertreter bekannt. Ob das stimmt, ist noch unklar.
Allerdings haben bereits verschiedene in- dische Regierungsvertreter, darunter Außen- minister Pranab Mukherjee, den Verdacht geäußert, dass Extremisten aus Pakistan für die Anschläge verantwortlich sind. Die pakistanische Regierung allerdings hat die Vorwürfe bereits gestern zurück- gewiesen, gleichzeitig aber seine Kooperation bei den Ermittlungen zugesichert. |
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Angeblich hat die Polizei ein ver- lassenes Boot und eine Leiche im Boot vor der Küste Bombays gefunden. Örtliche Medien berichte- ten, die Attentäter hätten das Fischerboot entführt, das im pakistanischen Karachi losgefahren sei. Bei dem Toten handele es sich um den Skipper.
Derweil gibt es auch Verdachtsmomente, dass die Attentäter eventuell Verbindung nach Großbritannien hatten. Die Zeitung "The Times" berief sich auf Informationen eines britischen Parlamentsabgeordneten, wonach bei mindestens zwei der Terroristen Kredit- karten und andere Dokumente gefunden worden seien, die auf Ver- bindungen in die Gegend von Yorkshire im Nordosten Eng- lands hinwiesen. Auch soll der lebens festgenommene Attentäter ein Pakistani aus England sein.
Wieder andere britische Zeitungen bericht- eten von bis zu sieben Terroristen aus Großbritannien mit Kontakten in die Städte Leeds, Bradford und Hartlepool, die ebenfalls im Nordosten Englands liegen. Die Quellen dieser Informationen wurden nicht benannt. Mehrere Blätter berichten zudem davon, dass die Terroristen mit Hilfe von BlackBerry-Geräten die Berichterstattung über die An- schläge in britischen Online- Angeboten verfolgt hätten.
Zusammenfassend muss man sagen, dass es momentan zu zu früh ist, um über die Herkunft der Attentäter zu spekulieren. Gerne würde Indien natürlich sehen, wenn der "Erz- feind" aus Pakistan direkt für die Anschläge verantwortlich wäre. |
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