Israel hat einen Tag nach den massiven Luftangriffen im Gaza-Streifen am Sonntag der radikalislamischen Hamas mit einem Einmarsch von Bodentruppen gedroht. Ver- teidigungsminister Ehud Barak sagte, die Armee sei zu einer solchen Offensive bereit. Israelische Medien berichteten, Panzer hätten Stellung am Rande des Gaza-Streifens be- zogen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen forderte ein Ende der Gewalt.
"Wenn es notwendig ist, Truppen aufmar- schieren zu lassen, um unsere Bürger zu schützen, werden wir das tun", zitierte der Rundfunk Barak. Die Regierung beschloss, 6500 Reservisten zu mobilisieren. Barak lehnte Forderungen nach einem Waffen- stillstand mit der Hamas ab. Bislang sind nach Angaben der im Gaza-Streifen her- rschenden Hamas durch die israelischen Vergeltungsschläge 300 Palästinenser ge- tötet worden, darunter 180 Hamas-Mit- glieder. Etwa 1000 Menschen wurden verletzt.
Israels Armee hatte die Palästinenser am Samstag mit Luftangriffen auf mehr als 200 Ziele überrascht, bei denen Trainingslager, Polizeiquartiere und Waffendepots der Ha- mas zerstört wurden. Die israelische Luft- waffe setzte am Sonntagabend ihre Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen fort. Die Hamas drohte mit einer dritten Intifada.
|
Nach den ersten Bombardements durch- brachen Hunderte Palästinenser die Grenze nach Ägypten. Sicherheitskräfte eröffneten das Feuer. Ein ägyptischer Major wurde bei einem Gefecht mit Palästinensern getötet, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Der Führer der radikalislamischen Hisbollah, Scheich Hassan Nasrallah, versetzte die Kämpfer seiner Organisation in Alarmbe- reitschaft. Er verglich die Attacken auf Ziele der Hamas mit dem Libanon-Krieg im Sommer 2006, als die israelische Armee gegen die Hisbollah vorgegangen war. |