Die britische Wirtschaft rutscht aus der in- ternationalen Führungsliga raus - ihr steht ein beispielloser Abstieg in der wirtschaftlichen Rangordnung der Welt bevor. Das berichtet Business Monitor International. Großbritan- nien wird vom 12. auf den 21. Platz ab- rutschen.
Gemessen an der Wirtschaftsleistung pro Kopf in US-Dollar, einem zentralen Wirt- schaftsindikator, prognostiziert Business Monitor International, dass das Vereinigte Königreich bis 2013 seine Position im internationalen Vergleich zwar wieder auf Platz 17 verbessern wird, doch die Kom- bination aus rückläufiger Produktion und einer abgewerteten Währung legt nahe, dass das Land Mühe haben wird, jemals wieder zu den führenden 12 Wirtschaftssystemen der Welt zu stossen.
Das klingt wie ein Todesurteil - und das ist ein Todesurteil. Großbritannien ist seit der Finanzkrise im freien Fall. Laut Vorhersage wird die Insel eine grössere Rezession erleben, als es selbst der IWF vorhergesagt hatte. Das wird die Zahl der Arbeitslosen im nächsten Jahr auf 3.2 Millionen ansteigen lassen. Allein der Bankensektor wird rund 570 000 Arbeitsplätze bis 2010 abbauen.
Das Pfund wird weiter an Wert verlieren und die nächsten drei Jahre schwach bleiben, bedingt durch eine enormes Staatsdefizit von geschätzten 9,3 Prozent bis 2010 und rund 6 Prozent in den darauffolgenden Jahren. Die Preise für Immobilien werden um 41 Prozent fallen, die Häuser also fast die Hälfte ihres Wertes verlieren. Das alles wird negative Einflüße auf das britische Konsumverhalten haben.
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Weiterhin bereiten die Kürzungen in Bildung und Ausbildung, kombiniert mit demographi- schen Faktoren Grund zur Sorge. Im Ver- gleich mit den 20 führenden Industrie- nationen liegt Großbritannien auf Platz 9; beim Vergleich der Gesundheits- systeme nur auf Platz 10 und beim Vergleich der Innovationsfähigkeit liegt Großbritannien im letzten Drittel, auf Platz 16.
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