Die US-Regierung erwägt offenbar die Er- höhung ihres Anteils an der Citigroup Bank auf bis zu 40 Prozent. Komplett verstaatlicht werden solle die Bank aber nicht. Das berichtet die New York Times. Damit schwenkt das Mutterland das Kapitalismus auf Staatswirtschaft um. Die Citigroup war vor der Krise die größte Bank der Welt.
Die Citigroup steht erneut vor der Pleite. Bereits Ende 2008 hatte die US-Regierung die Citigroup mit einem gigantischen Hilfs- paket vor dem Kollaps bewahrt. Die Bank bekam eine Kapitalspritze von 20 Milliarden Dollar und Bürgschaften für riskante Ver- mögenswerte von über 300 Milliarden Dollar. Im Zuge dessen erhielt der Staat Vor- zugspapiere, die knapp acht Prozent an der Citigroup ausmachen.
Nun will die US-Regierung offenbar ihre Be- teiligung auf knapp 40 Prozent erhöhen. Das "Wall Street Journal" berichtet, die Citigroup-Führung hoffe aber noch darauf, dass die Gespräche mit der US-Regierung in einen Staatsanteil von nur 25 Prozent mündeten. Dagegen berichtete die "Financial Times", die Citigroup selbst dränge auf einen Regie- rungsanteil von 40 Prozent, um die drohende Pleite abzuwenden. Mit dem Staat als Sta- bilitätsfaktor im Rücken könnte das Geldhaus wieder das Vertrauen anderer Banken gewinnen.
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Das US-Finanzministerium wollte sich zu den Berichten zunächst nicht äußern. Die US-Regierung teilte aber mit, Präsident Barack Obama sei fest entschlossen, system- relevanten Finanzinstituten zu helfen. Die Citigroup wollte zu den Berichten ebenfalls keine Stellung nehmen.
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