Ein Bundesbezirksgericht in New York hat nun eine Sammelklage von Opfern des süd- afrikanischen Apartheidregimes zugelas- sen. Die Klage, die bereits vor sieben Jahren eingereicht wurde, richtet sich gegen Unter- nehmen, die trotz Uno-Resolutionen gegen Südafrika, das rassistische Apartheidregime gestützt haben, wie zum Beispiel Rheinmetall und Daimler. Das meldete medico inter- national.
Sollten Daimler oder Rheinmetall verurteilt werden, dann könnten die Konzerne zu Ent- schädigungen in Millionenhöhe verpflichtet werden. Die wirtschaftliche Tätigkeit aus- ländischer Konzernre versetzten das Apart- heidregime in Südafrika in die Lage, seine Einwohner weiter zu unterdrücken. Rhein- metall hatte der Apartheidsregierung damals über die Schweiz Waffen geliefert. Der Konzern hatte Ende 1999 die Waffen- schmiede Contraves von Oerlikon Bührle übernommen. Oerlikon hatte während der Apartheid Südafrika Flugabwehrwaffen und Zünder geliefert, sowie Technik und Patente zur Verfügung gestellt.
Der Rechtsanwalt der Opfer nannte die Ent- scheidung einen "großen Fortschritt im in- ternationalen Menschenrecht". Das Gericht in New York betonte aber bei seiner Ent- scheidung, die Firmen dürften nicht für alles Leid unter der Apartheid verantwortlich ge- macht werden.
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Dagegen wurde vom Gericht ein Klage gegen die schweizerische Grossbank UBS zurück- gewiesen. Es sei kaum zu beweisen, dass die Geschäfte der Banken kriminell motiviert gewesen seien und die Gelder direkt zur Unterdrückung und Folter von Schwarzen führten, sagte Richterin Shira Scheindlin
Auf Initiative des Zusammenschlusses süd- afrikanischer Nichtregierungsorganisationen SANGOCO, von Kirchen und Gewerkschaften in Südafrika und unterstützt von zahlreichen Organisationen aus den Nachbarländern wurde 1998 die Internationale Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südl- ichen Afrika gegründet. Die Kampagne wird in Deutschland von medico international und der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) getragen.
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