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Schweinegrippe in Mexiko
26.04.2009
Epidemie
Der amerikanische Sender CNN berichtet seit Samstag über fast nichts anderes mehr, als über die Gefahr, mit Schweinegrippe infiziert zu werden. In den USA sind 19 Menschen infiziert betroffen, wohl nicht aber Barack Obama, der erst vor wenigen Tagen aus Mexiko zurückkam. In Mexiko selbst sollen bislang 81 Menschen an diesem Virus gestorben sein - ganz sicher ist das aber nicht.

Keine Begrüßungsküsse mehr, Menschen- mengen meiden und keinen engen kör- perlichen Kontakt suchen - das sind die Warnungen, die die mexikanische Regierung an ihre Bürger herausgegeben hat. 81 Tote soll es aufgrund der Schweinegrippe in Mexiko gegeben haben, auf den Virus positiv getestet wurden aber nur 20 Tote.

Dennoch sind die Gesundheitsbehörden weltweit alarmiert. Zahlreiche Ländert trafen Vorbereitungen, um ein Einschleppen des Virus zu verhindern. Russland sprach eine Reisewarnung für Mexiko aus. Die EU-Kommission erklärte, sie verfolge die Vor- gänge in dem mittelamerikanischen Land sehr genau. Derzeit gebe es in der EU aber keinen Verdachtsfall auf Schweinegrippe.

Als Schweinegrippe ist eine virale Erkältungs- krankheit, die einer normalen Grippe ähnelt. Normalerweise wird sie nicht von Mensch zu Mensch übertragen; ein Mensch kann sich aber durchaus bei einem Schwein an- stecken. Die Mediziner gehen davon aus, dass der Virus H1N1 mutiert ist und nun auch von Mensch zu Mensch übertragen wird.

Mehr als 1300 Kranke stehen nach Angaben der mexikanischen Behörden zufolge unter Beobachtung. Die Regierung stellte ca. 340 Millionen Euro für Maßnahmen zur Bekämp- fung der Epidemie bereit. Die Behörden verlängerten die Schließung von Schulen und Universitäten bis zum 6. Mai.

Beim Ausbrechen einer solch ansteckenden Virenkrankheit macht sich mittlerweile die Globalisierung als Fluch bemerkbar. Bereits in Neuseeland sind 14 Verdachtsfälle von Schweinegrippe aufgetaucht. Eingeschleppt auf die Insel haben es Studenten, die vor wenigen Tagen von einer Studienreise aus Mexiko zurückkehrten. Vor allem aber die Nachbarländer Mexikos, Costa Rica, Nica- ragua, Brasilien, Peru, Chile und Kolumbien ordneten erste Vorsichts- maßnahmen an. In Kolumbien wurden fünf aus Mexiko zu- rückgekehrte Reisende mit Grippesymp- tomen unter Beobachtung gestellt.

Offizielles US-Statement zu Schweinegrippe:


Isabella PfaffIsabella Pfaff, pfaff@tagesblick.de
Journalistin
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