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Mögliche Absturzstelle des Airbus gefunden - 26 Deutsche an Bord
01.06.2009
Flugunglück
Womöglich ist der Absturzort der verun- glückten Air France Maschine gefunden worden. Er befindet sich vermutlich auf hal- bem Weg zwischen der brasilianischen und afrikanischen Küste. Nach Meldungen von Montagabend waren angeblich auch 26 Deutsche unter den 228 Menschen an Bord.

Wie Air France-Chef Pierre-Henri Gourgeon am Montagabend sagte, sei der mögliche Absturzort bis auf wenige Dutzend Seemeilen lokalisiert. Dennoch ist noch nicht klar, was mit dem Flugzeug geschehen ist. Es gilt immer noch als vermisst.

Am Abend hat allerdings Air France den An- gehörigen ihr Beileid ausgesprochen - ein sicheres Zeichen dafür, dass es nur noch wenig Hoffnung gibt. Zwar sind sowohl die Brasilianer wie auch die Franzosen mit Suchflugzeugen und Schiffen unterwegs, um den Airbus zu suchen - doch bislang wurde er nicht gefunden.

Immer noch bestätigt das Auswärtige Amt in Berlin nicht, dass 26 Deutsche an Bord der Unglücksmaschine gewesen sein sollen. Als wahrscheinlichste Unfallursache gilt nach wie vor ein Blitzschlag, der die Elektronik zum Absturz brachte. Doch daran gibt es auch berechtigte Zweifel: "Ein Blitz kann einer modernen Maschine eigentlich nicht viel anhaben, weil sie durch ihre Umhüllung ja vom Faraday'schen Effekt profitiert", sagte das Vorstandsmitglied der Weltpilotenver- einigung Ifalpa, Georg Fongern. Die Elek- trizität werde danach über Rumpf und Tragflächen abgeleitet.

Auch hätte sich die Besatzung bei einem Blitzeinschlag noch melden können. Bei Stromausfall gebe es Notsysteme extra für die Kommunikation und die Navigation. Eine vollständige Antwort auf die Frage nach der Absturzursache kann nur der Flugschreiber geben.

Um 19.29h Ortszeit war die Maschine in Rio mit Richtung Paris gestartet. Sie sollte um 11.10h mitteleuropäischer Zeit in Paris landen. Um 3.30h MEZ allerdings gab es den letzten Funkontakt mit der brasilianischen Flugleitzentrale. Dabei flog die Airbus 330-200 über dem Atlantik durch ein schweres Gewitter.

Um 4.14h empfangen die Flugleitzentralen in Afrika und Brasilien eine automatisch ab- gesetzte Botschaft, dass es zu einem Defekt im Stromkreislauf des Flugzeuges gekom- men sein soll. Und um 7.00h werden die Militärbehörden aufgefordert, nach Signalen des Flugzeugs zu suchen. Um 9.30h wird ein Krisenstab bei Air France eingesetzt.

Air France hat eine Hotline eingerichetet: Betroffene können sich unter 0800-800 812 aus Frankreich oder 0033-157 02 10 55 aus dem Ausland informieren

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1 Kommentar
 
1) In tropischen Breiten reichen Cumolonimben (Gewitterwolken) höher als in unseren Breiten. Dort sind die Gewittern zuweilen noch heftiger als im europäischen Raum. Es treten zudem starke Turbulenzen auf, die bei Flugzeugen zu strukturellen Schäden führen können. Es ist durchaus denkbar, daß der Airbus in solche Turbulenzen geraten ist und Schaden genommen hat, d.h. die Lastvielfache überschritten und in der Luft zerlegt wurde.Ein Blitzschlag kann als mögliches weiters erschwerendes Moment angenommen werden. Bis jetzt ist alles noch im spekulativen Bereich. Man kann nur noch hoffen den Flugschreiber und den Cockpit Voice Recorder zu finden.
Kommentar von wilfried detring | 02.06.2009 @ 00.54 Uhr
 
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