Am Donnerstag kam es zu zwei blutigen Ter- roranschlägen, einmal in Algerien und einmal in Somalia. Beide wurden wahrscheinlich von islamistischen Terroristen verübt. Beidesmal wurden selbstgebastelte Bomben verwendet; in Somalia kam dabei der Sicherheits- minister des Landes ums Leben.
In Somalia war es der schwerste Terrorangriff des Landes. 24 Menschen, darunter der Sicherheitsminister Omar Hashi Aden, wurden von einer Autobombe getötet. Die At- tentäter haben ein mit Sprengstoff beladenes Auto vor einem Hotel in der Stadt Baladwayne zur Detonation gebracht, in dem sich der Minister mit seinem Gefolge aufgehalten habe. Das teilte die somalische Regierung am Don- nerstag mit. Weitere 38 Menschen wurden dabei verletzt.
Zu dem Anschlag bekannte sich die Islami- sten - Gruppe Al-Shabaab. Diese Gruppe will den Sturz der Regierung herbei- führen und einen Gotteststaat in Somalia errichten, wobei es nicht ganz geklärt ist, ob diese Gruppe eher eine Rebellenarmee eines Stammesverbandes ist, oder wirklich Beziehungen zu Al-Qaida unterhält.
In Somalia kämpfen seit Jahrzehnten verfeindete Clans um die Macht im Staate. Das Land ist prakisch nicht mehr existent, und in Einflußspähren verfeindeteter Stämme zerfallen, da es keine Regiweungsgewalt gibt, die auch nur über die Hauptstadt hin- ausreichen würde. Neu ist allerdings, dass sich diese Rebellentruppen nicht mit klassischen kriegerischen Mitteln be- kämpfen, sondern nun auch Autobomben einsetzen.
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Seit diesem Frühjahr toben wieder schwere Kämpfe zwischen verschiedenen Rebellen-Truppen und der Regierungsarmee. Die Regierung versucht ihr Einflußgebiet mili- tärisch zu erweitern.
Noch kein Bekennerschreiben gibt es bei dem Anschlag in Algerien. Vermutlich aber wurde der Angriff auf eine staatliche Sicherheitseskorte für chinesische Arbeiter von der Al-Kaida im Maghreb (AQMI) verübt. 24 Polizisten kamen dabei, etwa 100 Ki- lometer südlich von Algier ums Leben.
Die Polizisten hatten chinesiche Bauarbeiter und Techniker in Geländewagen begleitet, als handgefertigte Bomben gezündet wurden. Dabei kamen die Autos zum Halten. Darauf- hin wurde das Feuer auf die Insassen eröffnet. Das berichtete die arabische Zeitung Echourouk.
Die Chinesen bauen eine Ost-West-Auto- bahn durch Algerien. Ob bei dem Angriff auch chinesische Arbeiter ums Leben kamen ist noch ungeklärt. Eine offizielle Bestätigung durch die algerische Regierung gibt es momentan noch nicht. Allerdings wurde bekannt, dass der Chef der algerischen Polizei bereits zusätzlich 850 Polizisten mobi- lisiert hat, um die Sicherheit auf der Autobahnstrecke zu gewährleisten.
Die Al-Kaida im Maghreb ist eine kleine, aber über die Landesgrenzen von Algerien hinaus agierende Terrorgruppe. Sie ist auch ver- antwortlich für Anschläge und Entführungen von Touristen in Niger, Mali und sogar in Kamerun.
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