Die Bomben haben nur Sachschaden an- gerichtet und trafen dennoch mitten ins Herz: Mitten ins Herz der spanischen Touris- musindustrie auf Mallorca. Den Anschlägen ging eine Warnung der baskischen Unter- grundorganisation ETA voraus, somit wurde niemand verletzt. Aber in der Hoch- saison im August sind viele Touristen verunsichert.
Mitten in der Hochsaison ist die spanische Ferieninsel Mallorca zum zweiten Mal in- nerhalb von wenigen Tagen Ziel eines Anschlags geworden. Am Sonntag sind in der Hauptstadt der insel, Palma de Mallorca, zwei Bomben explodierten; eine dritte konnte die Polizei entschärfen. Die Anschläge verliefen zwar glimpflich, weil die ETA zuvor eine telefonische Warnung durchgab, angeblich bei einem Taxi-Unternehmen der Insel. Da- raufhin wurde von der mallorquinischen Polizei Großalarm gegeben und das betrof- fene Restaurant geräumt.
Das Restaurant liegt direkt am Strand, an der Promenade auf der der gerade in der Hochsaison Massenandrang herrscht. Das Auswärtige Amt in Berlin empfiehlt auf seiner Homepage Reisenden, größere Mensch- enansammlungen zu meiden. Die zweite Bombe befand sich, so die ARD am Sonntagabend, in einem Kaufhaus und die dritte in einem weitere Restaurant. Unlar ist bislang, ob es noch eine vierte Bombe gab, wie vermutet wurde.
Erst vor zwei Wochen waren in Mallorca bei einem Anschlag auf eine Kaserne zwei Polizisten getötet worden. Für diese Tat und |
weitere Anschläge hatte die ETA die Verant- wortung übernommen. Die Touristen auf Mallorca sind zunehmend verunsichert. Doch von einer Rückreisewelle war am Sonntag noch nichts zu vernehmen. Allerdings könnte diese Anschlagsserie Einfluß auf die Entscheidung von kurzentschlossenen Reisenden haben, Mallorca zu meiden. |