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Der Klimagipfel geht in die entscheidende Woche - tagesblick.de berichtet aktuell aus Kopenhagen
13.12.2009
Weltklima
Seit sechs Tagen verhandeln in der dä- nischen Hauptstadt Kopenhagen mehr als 1200 Delegierte aus 192 Ländern ein weltweites Abkommen zur Begrenzung der Erderwärmung.Seit sechs Tagen verhandeln in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen mehr als 1200 Delegierte aus 192 Ländern ein weltweites Abkommen zur Begrenzung der Erderwärmung. Unsere tagesblick.de-Gastautorin Kerstin Spriesterbach ist in Kopenhagen und berichtet täglich aktuell vom Gipfel.

Der Gipfel in Kopenhagen sollte der Schlusspunkt eines jahrelangen Verhand- lungsmarathons auf internationaler Ebene sein - seit 2005 wird jährlich über ein sogenanntes Kyoto-Nachfolgeabkommen diskutiert und vor allem gestritten. Um die Arbeit dieses Prozesses überhaupt noch bewältigen zu können, wurden zwischen den jährlichen Konferenzen auch sog. Zwischen- konferenzen angesetzt. Hunderte Delegierte und Verhandler und nicht zuletzt die Mitarbeiter des Sekretariats der Klima- rahmenkonvention der Vereinten Nation haben in den letzten vier Jahren nahezu Unmögliches leisten müssen - doch von einem zufrieden stellenden Ergebnis ist man noch weit entfernt.

Noch steht kein einziges konkretes CO2-Reduktionsziel in den Arbeitspapieren, noch gibt es keine langfristigen finanziellen Zusagen für die Entwicklungs- und Schwel- lenländer, ganz zu schweigen von einer Einigung über wirksame Instrumente, mit denen die Nationalstaaten ihren CO2-Ausstoß und somit die Erderwärmung begrenzen sollen. Der Druck zur Einigung ist groß: nicht nur die Wissenschaftler, Um- weltschützer und Ökonomen warnen ein- dringlich vor einer Erwärmung der
Atmosphäre um mehr als zwei Grad - irrever- sibel seien die Schäden: Wüstenausbreitung, steigender Meeresspiegel und zunehmende Wetterextreme bedeuten mehr Armut, Hunger und Flüchtlingsströme in den Entwicklungs- ländern, aber auch unkalkulierbare Ver- sicherungsschäden und Gefährdung der wirtschaftlichen Prosperität in den Industrie- ländern.

Längst auch gilt „Klimawandel“ als eines der dringendsten Probleme des 21. Jahr- hunderts; nationale und internationale Politik kommt daran nicht mehr vorbei. Mehr noch: Die Begrenzung der Klimaerwärmung ist der Indikator für die Handlungsfähigkeit, aber auch Gerechtigkeit internationaler Politik.

In Kopenhagen nun soll doch noch das Unmögliche möglich gemacht werden. In den letzten drei Tagen der Konferenz werden mehr als 100 Staats- und Regierungschefs anreisen und versuchen, sich auf wenigstens rechtlich-verbindliche Rahmenbedingungen für ein ratifizierbares Abkommen zu einigen. Verhandeln werden sie mitten in einem Hexenkessel - dem Bella Center Kopen- hagen, das mit seinen mehr als 30.000 akkreditierten Observers (Beobachtern) längst schon aus den Nähten zu platzen droht.

Wissenschaftler, Lobbyisten und vor allem Umweltaktivisten strömen seit letzten Montag nach Kopenhagen und kämpfen im und um das Konferenzzentrum für ein ehrgeiziges und wirksames Abkommen. So oder so - diese Konferenz wird in die Geschichte eingehen. Entweder als der Wendepunkt internationaler Politik, die unter Druck doch
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