Drei Tage nach dem versuchten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug hat sich Al Kaida auf der Arabischen Halbinsel zu der Tat bekannt. Es handle sich um Vergeltung für eine US-Aktion gegen Al-Kaida im Jemen, hieß es in einer am Montag im Internet ver- öffentlichten Erklärung.
Al Kaida erklärte, der 23-jährige Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab habe Spreng- stoff verwendet, der von Mitgliedern der Organisation hergestellt worden sei. Laut dem Unternehmen IntelCenter, das auf die Auswertung von Botschaften von Terroror- ganisationen spezialisiert ist, wurde mit dem Schreiben auch ein Foto des nigerianischen Attentäters veröffentlicht. Das Unternehmen SITE zitierte aus dem Beken- nerschreiben, "unser Bruder, der Märtyrer Umar Faruk Abdulmutallab" habe eine "von den Muja- heddin in den Werkstätten von El Kaida auf der Arabischen Halbinsel entwickelte Sprengstofftechnik" benutzt. Es habe an einem "technischen Fehler" gelegen, dass der Sprengsatz nicht explodiert sei.
Der verhinderte Attentäter Abdulmutallab war den US-Behörden nicht unbekannt: Sein Name tauchte wegen möglicher Verbin- dungen zu Al Kaida und zum Jemen in US-Geheimdienstberichten auf. Doch obwohl er als möglicher Terrorverdächtiger geführt wurde, sahen die US-Behörden offenbar keinen Grund, sein bis Juni 2010 gültiges Einreisevisum für ungültig zu erklären.
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Dass diese Substanz bei den Sicher- heitskontrollen nicht entdeckt wurde, löste eine heftige Debatte aus. Auch in Deutsch- land gerieten die sogenannten Nackt- scanner ins Visier. Mit diesen Geräten hätte der Sprengstoff vermutlich lokalisiert werden können, doch ist ihr Einsatz stark umstritten.
Nach zweitägiger Verschärfung wurden die Sicherheitsbestimmungen während Flügen in den USA nach Angaben aus Branchen- kreisen wieder gelockert. |