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FBI entschuldigt sich bei spanischem Politiker wg. Bin Laden Foto
04.02.2010
Verwechslungsgefahr
Die US-Bundespolizei FBI hat sich schriftlich bei dem spanischen Politiker Gaspar Lla- mazares dafür entschuldigt, sein Foto zur Erstellung eines aktualisierten Fahndungs- bildes von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden benutzt zu haben. tagesblick.de hatte be- richtet.

Man sei betrübt über den "bedauerlichen Fehler", den einer der Phantombildzeichner des FBI begangen habe, erklärte der stell- vertretende FBI-Direktor Christian Hassell in einem Schreiben Llamazares.

Ein FBI-Techniker habe bei der Suche nach passenden Gesichtselementen für einen gealterten Bin Laden auf die Internet-Such- maschine Google zurückgegriffen. Dabei ist er auf ein Bild des spanischen EU-Politikers gestoßen und hatte dieses verwendet. In dem Entschuldigungsschreiben des FBI, das Llamazares laut spanischen Medien- berichten am Mittwoch von einem Mitarbeiter der US-Botschaft in Madrid übergeben wurde, erklärte Hassell, dass das Foto des Politikers keinesfalls "absichtlich" für die digitale Erstellung eines aktualisierten Phantombilds Bin Ladens benutzt worden sei. Der Techniker habe angeblich nicht die geringste Ahnung gehabt, um wen es sich da handelte.

Llamazares hingegen hält es für unwahr- scheinlich, dass ausgerechnet sein Foto unter den Millionen von Bildern bei Google zufällig ausgewählt worden sei. Der Politiker geht davon aus, dass seine politisch linksgerichtete Haltung bei der Auswahl des Fotos eine Rolle gespielt hat, und dass das FBI noch mehr Informationen und Daten von ihm intern gespeichert hat. Llamazares
forderte die US-Bundespolizei auf, der spanischen Regierung offen zu legen, welche weiteren Informationen und Daten sie von ihm und anderen spanischen Politikern gespeichert habe. Er erwägt mittlerweile sogar eine Klage gegen das FBI. Auch die Madrider Regierung verlangte von Wash- ington eine tiefer gehende Erklärung.
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