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Neues schweres Beben in Chile
12.03.2010
7,2
Chile ist am Donnerstagnachmittag wieder von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Es hatte die Stärke 7,2 auf der Richterskala. Die Marine gab eine Tsunami- warnung heraus. Betroffen von dem Beben war auch Amtseinführung des neuen chile- nischen Präsidenten Pinera in Santjago. Aúch dort bebte die Erde.

Der neue Präsident tritt ein schweres Erbe an, in zweifacher Hinsicht. Zum einen über- nimmt er ein zerstörtes Land. Zum anderen tritt er in die Fußstapfen seiner äußerst be- liebten Vorgängerin Michelle Bachelet. Gerade als ausländische Staatsgäste den Präsidentenpalast betraten, um der Verei- digung beizuwohnen, bebte die Erde. Be- richte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht.

Eine Tsunami-Warnung wurde kurzfristig aus- gesprochen. Ende Februar hat ein Beben der Stärke 8,8 in Chile hunderte Menschen das Leben gekostet. Es handelte sich um eines der zehn stärksten, die weltweit je gemessen wurden. An diesem Donnerstag wurden Schäden vor allem aus der Stadt Rancagua unweit des Epizentrums gemeldet. Tausende Menschen flohen aus küsten- nahen Orten in höher gelegene Regionen.

Im Fernsehen waren einige Menschen zu sehen, die vorsichtshalber ins Freie rannten. "Dieses Nachbeben liegt im Rahmen des Normalen. (...) So eine Serie von Nachbeben kann ein, zwei Jahre dauern. Erst dann tritt wieder Normalität ein - falls man davon in diesem Gebiet mit dieser geologischen
Situation überhaupt reden kann", sagte Onno Oncken vom Deutschen Geoforschungs- zentrum (Geofon) in Potsdam. "Da schieben sich zwei geologische Platten übereinander - da rappelt es ständig."

Das erneut große Beben am Donnerstag wurde begleitet von mindestens vier schwe- ren Nachbeben in der Stärke von 4,9 bis 5,8. Schaut man auf die Website von Geofon, dann stellt man auf einer sehr gut gemachten Graphik dort fest, dass es neben diesem starken Beben in Chile in den letzten 1-4 Tagen eine größere Anzahl Beben im Pazifik in der Nähe von Japan gegeben hat, aber auch in Nicaragua.
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