Auf Island ist in der Nacht zum Sonntag ein seit fast 200 Jahren schlafender Vulkan ausgebrochen. Der Flughafen der Hauptstadt Reykjavik war für mehrere Stunden gesperrt, zunächst wurde auch eine Überschwem- mung durch das Schmelzen des Eyjafjalla-Gletschers befürchtet. Doch mittlerweile gaben die Behörden Entwarnung.
Zwar hatten die Behörden sicherheitshalber rund 500 Bewohner der Region um den Gletscher Eyjafjalla in Sicherheit gebracht, doch der isländische Katastrophenschutz teilte mit, es habe sich bei dem Ausbruch nur um eine kleine Eruption gehandelt. Deshalb wuede die Wahrscheinlichkeit von Über- schwemmungen durch Schmelzwasser als gering eingestuft. Vorerst.
Bislang gibt es keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden. Der 1821 zuletzt ausge- brochene Vulkan am Eyjafjalla-Gletscher zeigte Wissenschaftlern zufolge noch am Samstag kaum Vorzeichen für eine Eruption. Es handele sich um einen kleinen Ausbruch, der aber Jahre dauern könne, so die Be- hörden.
Das Rote Kreuz hatte sofort Notunterkünfte für die evakuierten Einwohner eingerichtet. Rund 700, meist auf einsamen Bauernhöfen rund um den Gletscher lebende Isländer, mussten nach dem ersten Alarm ihre Häuser sofort verlassen. Sie konnten zeitweise zur Füt- terung ihres Viehs zurückkehren. |