Weltweit sitzen rund 150 000 deutsche Touristen fest. Jetzt hat der Reiseveranstalter TUI die ersten Urlauber aus Gran Canaria zurückgeholt. Sie landeten am Sonntagabend in Hannover. Das teilte TUI in einer Presse- mitteilung mit.
Um 20.07 Uhr ist in Hannover wieder die erste Passagiermaschine seit dem Beginn der Flugverbote wegen der Aschewolke ge- landet. An Bord seien 165 Urlauber aus ganz Deutschland, so Tui in seiner Pressemit- teilung.
Es war die einzige Maschine, die heute in Deutschland landet, weil zeitweise das Flugverbot ausgesetz worden war. Zwei andere Maschinen der Gesellschaft starteten nach Angaben von TUI von Hamburg und Berlin-Tegel aus, um weitere Touristen von Gran Canaria und Fuerteventura zu holen.
Während die Pauschaltouristen auf die Hilfe der Touristikunternehmer zählen können, sind die Deutschen Botschaften im Ausland für die Individualreisenden zuständig. Außen- minister Guido Westerwelle hat die Bot- schaften angewiesen, den Deutschen Staats- bürgern zu helfen.
Inzwischen mehrt sich die Kritik der Flugge- sellschaften am Flugverbot. Ein Sprecher der Lufthansa sagte am Sonntagnachmittag, dass keine ausreichende Messungen über die tatsächliche Gefahr vorliegen, die von dieser Aschewolke ausgehen. Wärend- dessen verteidigte Verkehrsminister Peter Ramsauer am Abend das Flugverbot: Die Sicherheit der Fluggäste sei wichtiger als Geschäfts- interessen.
Sonntagnacht gegen 22.30h gab unter- dessen die deutsche Flugsicherung in einer Eilmeldung bekannt, dass die Flughäfen bis Montag um 14 Uhr weiter gesperrt blieben. |