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Die Botschaft ist klar: Wir haben keinen Platz für Euch! Das Urteil in Budapest orientiert sich an die Abschiebung der Familie aus Deutschland von 2007, und daran, dass das Kosovo seit seiner Unabhängigkeit auch in Ungarn fälschlicherweise als sicheres Land für Roma gilt.
Die erste Reaktion der fünfköpfigen Familie ist Panik: Sie sind nun schon bald seit fast zwei Jahren in Ungarn, im Flüchtlingslager der Stadt Debrecen. Die Eltern Habibe und Emra haben nicht viel, aber sie wohnen in einem kleinen Haus, die drei Kinder gehen seit einem halben Jahr zur Schule und sie werden von einem Psychologen-Team sowie von Anwälten betreut.
Für die stark traumatisierte Familie gibt es nun kaum Möglichkeiten: Entweder sie tauchen unter und fliehen weiter an den Rand Europas, oder sie versuchen nach Deutsch- land zurück zu kehren, wo sie sieben Jahre gut integriert lebten und ihre Verwandten etabliert sind.
Doch für weitere illegale Aktionen haben sie keine Kraft mehr, vor allem die psychisch stark belastete Mutter Habibe kann sich kein weiteres Verstecken vorstellen. Die Familie beschliesst, zusammen zu bleiben, zusam- men zu halten, und trotz der Angst einen neuen Versuch im Kosovo zu starten.
In ihre Heimatstadt Djakova können sie jedoch nicht zurück. Bei ihrer letzten Heim- kehr musste die Familie in einer |
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Blechhütte neben einer Mülldeponie wohnen, weil ihr Haus in ihrer Abwesenheit von entfernten Verwandten in Beschlag ge- nommen worden war. Das Schlimmste war aber, dass sie erneut Opfer von rassistisch motivierten, gewaltsamen Übergriffe wurden, von den gleichen Männer- gruppen, die sie bereits im Jahr 2000 in die Flucht nach Deutschland getrieben hatten.
Eine andere Option für die Familie ist die Stadt Prizren im Südosten der Hauptstadt Pristina, wo bis vor kurzem ein Onkel von Habibe wohnte - der allerdings inzwischen nach Deutschland emigriert ist. Dort lebt aber zumindest eine grosse Roma-Gemeinschaft, und vielleicht gibt es in einem der vielen handwerklichen Betriebe in der Stadt Arbeit für Emra. Die deutsche NGO Heimgarten bietet dort zudem Unterstützung für heim- kehrende Flüchtlinge an, und es gibt sogar eine deutsche Schule, die ihre Türen mit ein bisschen Glück für die drei deutsch- sprechenden Kinder öffnen könnte.
Die Hoffnung auf ein besseres Leben wird zwar immer weiter verschoben, aber sie bleibt.
Nadja Dumouchel aus Strasbourg. Nadja Du- mouchel arbeitet als Redakteurin für den Fernsehsender ARTE und hat das Schicksal der Familie über Jahre verfolgt und darüber berichtet.
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