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Spanien ? Abgestuft!
30.05.2010
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Die Rating-Agentur Fitch hat die Kredit- würdigkeit von Spanien herabgestuft. Das wurde am Wochenende bekannt. Die Herabstufung erfolgte von einem Triple-A auf ein zweifaches AA+. Ob damit nun dieselben Mechanismen ausgelöst werden wie bei der Herabstufung von Griechenland wird am Montag die Börse zeigen.

Spanien durchleidet momentan eine extreme Wirtschaftskrise. Das Land hatte in den letzten Jahren einen gewaltigen Immobilien-Boom zu verzeichnen, die aber im letzten Jahr, wie in den USA, geplatzt ist. Seither steht die Kreditwürdigkeit des Landes in der Kritik. Nun hat die Frankfurter Rating-Agentur Fitch das Land von einem Tripel A (AAA), also der Bestnote, abgestuft auf AA+. Finanz- experten sehen dadurch nun die Wirt- schaftserholung in Spanien stark gebremst.

Doch bevor wieder Kritik an den Rating-Agenturen geübt wird, muss klargestellt werden, dass sowohl Griechenland, wie auch Spanien weit über ihre Verhältnisse gelebt haben und enorme Staatsschulden auf- weisen. Die Rating-Agenturen reagieren auf das Politikversagen, lösen es aber nicht aus.

Allerdings sind diese Herabstufungen auch ein Politikum: Es erschwert den Ländern billige Kerditaufnahmen und die wirt- schaftliche Erholung. Viele Finanzexperten, wie auch Michael Burda, treten nun für staatliche Rating-Agenturen nach Vorbild der Dekra ein. Ob diese allerdings dann "neutraler" sind, bleibt zu bezweifeln. Denn würde es eine staatliche deutsche Rating-Agentur wirklich wagen, Griechenland herabzustufen?
Wohl kaum. Es wäre eine politische Kampf- ansage unter europäischen Regierungen. Das scheint also nicht die Lösung zu sein.

Ärgerlich ist aber tatsächlich, dass Fitch zu Beginnn des Jahres Spanien noch Bestnoten gab, um es wenige Monate danach her- abzustufen. Die spanische Regierung hat mittlerweile einen harten Sparkurs ange- kündigt. Das Kabinett beschloss eine Aus- gabensenkung um 7,7% für 2011.

Zeitgleich wurden die Wachstumsprognosen nach unten korrigiert. Für 2012 wird ein Wirtschaftswachstum um 2,5% erwartet, 2013 sollen es 2,7% werden. Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit wird von der Regierung für 2010 befürchtet, dies soll sich jedoch bis 2012 wieder stabilisiert haben

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1 Kommentar
 
1) Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist im Mai so stark gesunken wie seit fünf Jahren nicht. Die Zahl ging im Monatsabstand um 76.223 auf 4,06 Millionen zurück, wie das Arbeitsministerium in Madrid heute mitteilte. Die Quote verbesserte sich um 1,8 Prozent.
Kommentar von aleman | 06.06.2010 @ 20.10 Uhr
 
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