Die Hilfsorganisationen hatten keine Ahnung, dass damit der erste Schritt zur lange angestrebten Entwicklung des Landstrichs getan war.
Hochfliegende Pläne
Es gibt noch mehr große Pläne für Port-au-Prince: Die Innenstadt wiederaufbauen, das Regierungszentrum auf dem Champ de Mars, die Kreuzfahrtschiffe wieder anlocken, einen Architektenwettbewerb für Ministeriumsneubauten abhalten, die nach den Worten von Planer Leslie Voltaire «ein Museum der Architektur des 21. Jahrhunderts» werden sollen. Doch wenn man wirklich die Zukunft sehen wolle, müsse man nach Norden schauen, sagt Voltaire. In Corail-Cesselesse sollen Häuser für 300.000 Menschen gebaut werden - provisorisch zunächst, aber ausbaufähig. Es soll Arbeitsplätze geben und Dienstleistungen, die dem Großteil der Stadt bis jetzt fehlen. Die Ausdehnung nach Norden werde dazu beitragen, Port-au-Prince zu einer heiteren und ausgewogenen «Zen-Stadt» zu machen, sagt Voltaire. Es soll die wichtigste Hafenstadt der Karibik werden. «Die Idee ist, alle Fantasie und alles Geld zu nehmen und es in diesen Berg zu stecken», sagt erlächelnd. «Es sind nur Minuten bis zum Hafen. Das wird ein Hit.»
(Mit Material von apd und apn)
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