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Chinesische Firmen müssen künftig Umweltauswirkungen offenlegen
15.09.2010
Umweltschutz in China
Chinesische Firmen sollen künftig jedes Jahr ihre Umweltauswirkungen offenlegen. Im Kampf gegen die Umweltverschmutzung fordert die Regierung in Peking von den börsennotierten Firmen nun jährlich einen Bericht über die jeweiligen Auswirkungen auf die Umwelt, wie das Ministerium für Umweltschutz am Dienstag auf seiner Internetseite mitteilte. Die Forderung richtet sich an 16 Industrien wie etwa die Wärmekraft-, Stahl-, Zement-, Kohle- und die Bergbauindustrie. Die Regierung verstärkt damit ihre Anstrengungen, gegen die Umweltverschmutzung vorzugehen und den Energieverbrauch der Industrie zu reduzieren.

Die Unternehmen müssen zudem künftig innerhalb eines Tages Details über Umweltunfälle offenlegen. Chinas größter Goldproduzent Zijin Mining Group hatte es Anfang Juli über eine Woche lang versäumt, den Austritt einer toxischen Flüssigkeit aus einer seiner Minen zu melden.

Ein Spitzenbeamter erklärte am Dienstag, China werde alles in seiner Macht Stehende tun, um sein Energie-Effizienz-Ziel zu erreichen. Dafür muss China als weltweit größter Treibhausgasproduzent den Anteil seines Energieverbrauchs pro Einheit des Bruttoinlandsprodukts in dem Zeitraum von 2006 bis 2010 um 20 Prozent reduzieren. Bereits im August hatte die chinesische Regierung mehr als 2000 Firmen in umweltschädlichen und energieintensiven Industriezweigen im Rahmen einer Umstrukturierung dazu aufgefordert, veraltete Fabriken zu schließen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren.


AFP


Michael PohlMichael Pohl, pohl@tagesblick.de
Journalist
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