Der Attentäter kam in die ungesicherte Vorhalle des Moskauer Flughafens und sprengte sich in die Luft. In ersten Meldungen war von einem arabischen Attentäter die Rede, das wurde aber im Laufe des nach- mittags korrigiert. Angeblich soll es sich jetzt um einen Mann aus dem Nordkaukasus handeln.
30 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet, darunter auch Franzosen und Briten und wie jetzt bekannt wurde, auch ein Deutscher. Rund 150 weitere Menschen wurden verletzt. Der Sprengsatz detonierte gegen 16.30 Uhr, zur Haupt- verkehrszeit, und hatte eine Stärke von mindestens sieben Kilogramm TNT. Die Bombe war nach Angaben der Sicherheitsbehörden mit Metallstücken gefüllt. Der Täter hatte sich in der ungesicherten Ankunftshalle in eine dicht gedrängte Menge von Wartenden gestellt, als er den Sprengsatz zündete.
Andere Meldungen wiederum berichten, dass die Bombe in einem Koffer transportiert und gezündet wurde. Augenzeugen berichteten twitterten sofort nach dem Abschlag, dass überall Leichenteile in der Warzehalle herumlägen und dichter Qualm die Halle fülle. Für die vielen Verletzten kam die Hilfe der Moskauer Rettungssanitäter sehr spät, da zur Hauptverkehrszeit die Zufahrt zum Flughafen durch den Feierabendstau ver- stopft ist.
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Auch ob der Täter tatsächlich aus den umkämpften Gebieten des Kaukasus stammt, ist wahrscheinlich, aber noch unbestätigt. Dort, in Tschetschenien und anderen Kaukasus-Republiken, herrscht seit Jahren blutiger Bürgerkrieg mit Folter und Unterdrückung durch die russische Armee.
Das ist mittlerweile ein trauriger Alltag, den viele Russen in Moskau oder Zentralrussland gar nicht mehr wahrnehmen. Mit ihren fürchterlichen Anschlägen in der russischen Hauptstadt wollen die Terroristen sowohl Angst verbreiten als auch wieder Auf- merksamkeit für sich erzeugen. Vermutlich geht es auch um interne Rangkämpfe innerhalb der islamistischen Gruppen.
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