Zwei libysche Piloten sind mit ihren Jagd-flugzeugen am Nachmittag in Malta gelandet und haben um politisches Asyl gebeten. Sie haben angegeben, dass man sie zwingen wollte, Demonstranten zu bombadieren. Wie CNN weiter berichtete, waren die Flugzeuge mit kleinen Bomben und Maschinenge- wehren ausgestattet. Menschenrechtsorgani- sationen sprechen von 160 Toten, die New York Times spricht von 220 Toten.
Es gibt auch Augenzeugenberichte aus Libyen, die angeben, dass aus Helikoptern des Militärs auf Demonstranten geschossen wurde. Zwischenzeitlich hat Libyens Premier- minister Baghdadi Mahmoudi ausländischen Botschaftern mitgeteilt, dass der Aufstand auf "terroristische Elemente" zurück zu führen sei. Am Tag zuvor war Ghaddafis Sohn, Saif al-Islam, vor die Fernsehkameras gegangen und hatte "muslimische Radikale" für die Aufstände verantwortlich gemacht.
Wie CNN weiter berichtet, wurde mittlerweile bestätigt, dass Muammar Ghaddafi weiterhin im Land sein soll, nachdem am Nachmittag Gerüchte aufkamen, er habe das Land verlassen und sei auf der Flucht nach Venezuela. Außenminister Guido Wester- welle sagte am Abend im ZDF, dass ihm keine Erkenntnisse vorliegen, nachdem Ghaddafi außer Landes sei.
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Nach Augenzeugenberichten sollen am Abend Ghaddafi-Anhänger Jagd auf Demonstranten gemacht haben. Auch aus den Städten Misrate und As-Sawiya werden Demonstrationen und Kämpfe gemeldet. Dort sollen auch Panzer eingesetzt werden. Die Arabische Liga hat derweil zu einem Sondergipfel am Donnerstag geladen, bei dem die aktuelle Lage in Libyen diskutiert werden soll. Das berichtet die ägyptische Nachrichtenagentur MENA.
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