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Japan: Neuer Reaktor vor Explosion
13.03.2011
Katastrophe
Japan kämpft in Fukushima gegen die atomare Katastrophe. Durch das Erdbeben und den Tsunami kam es zu einem Ausfall der Stromversorgung. Die Not- Batterien konnten das Kühlsystem nicht mehr länger aufrechterhalten und die Brennstäbe kühlen. So kam es zur Überhitzung und zur Explosion in Reaktor 1.

Nach Angaben der japanischen Regierung fiel mittlerweile auch in Block 3 das Kühlsystem aus, somit droht eine doppelte Kernschmelze in zwei Reaktoren. Die Brennelemente werden dabei so heiß, dass sie sich in eine glühende Masse verwandeln. Die Temperaturen steigen auf 2000 Grad, die Schmelzmasse kann sich angesichts der steigenden Radioaktivität, erhöhten Drucks durch Gase und Wasserstoff durch die Stahlwände des Reaktorgefäßes fressen. Dabei wird Radioaktivität frei.

Über Twitter kam am Sonntamorgen die Nachricht, 22 Menschen sollen radioaktiv verstahlt sein und weitere 160 Menschen stünden im Verdacht, eine hohe Strahlung abbekommen zu haben. Diese Meldungen sind nicht zu verifizieren. Bisher wurden bereits 200.000 Menschen im Umkreis von 20 Kilometern um das AKW Fukushima evakuiert. Bislang steht der Wind in Japan günstig, sodaß austretende Radioaktivität aufs Meer hinaus getragen wird und nicht in die nur rund 200 Kilometer entfernte Haupt- stadt Tokyo.

Doch nach Angaben deutscher Meteorologen wird sich die Windrichtung ab Dienstag drehen, auch soll es zu Niederschlägen kommen, sodaß dann Radioaktivität in der Luft ausgewaschen wird und auf den Boden niedergeht. Dort wird sie im Erdreich und in den Pflanzen angesammelt.

Aufgrund der verwirrenden und unzu- reichenden Informationspolitik der Betreiber und der japanischen Behörden ist es unklar, was genau in den Reaktoren passiert oder passiert ist. Aber es wurde bereits in der Umgebung von Fukushima die vierhunderfache Menge an Radioaktivität gemessen, was nur erklärbar ist, wenn zumindest teilweise eine Kernschmleze eingetreten ist.

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