In der Wand von Reaktor 4 des Atom- kraftwerks Fukushima I klaffen zwei acht Quadratmeter große Löcher. Das berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press unter Berufung auf die Nukleare Sicherheitsagentur des Industrieministeriums. Unterdessen soll Wasser in einem Becken mit abgebrannten Brennelementen des AKW Fukushima I kochen. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, am Reaktor 4 sinke der Wasser- spiegel des Beckens.
Alles deutet daraufhin, dass die Abläufe in den Reaktoren nicht mehr beherrschbar sind und womöglich drei Kernschmelzen ablaufen. Das macht nun zunhemend auch der Bevölkreung von Tokyo Angst. Zwar ist noch keine Panik zu sehen, doch die Hamsterkäufe nehmen zu. Die Nachrichten- agentur Reuters berichtet von vermehrten Käufen von Radios, Taschenlampen, Kerzen und Schlafsäcken. Außerdem werden Lebensmittel gehortet.
Mehrere Botschaften und internationale Konzerne haben ihre Beschäftigte dazu aufgerufen, die von Radioaktivität betroffene Gebiete zu verlassen. Einige Unternehmen erwägten, ihren Sitz vorübergehend nach außerhalb von Tokio zu verlegen. Nach offiziellen Angaben ist die radioaktive Strahlung im Osten Russlands leicht gestiegen, bewegt sich aber noch innerhalb erlaubter Grenzwerte. Japan hat am AKW Fukushima eine Strahlenbelastung von 400 Millisievert pro Stunde gemessen. Das teilte die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA mit. Die Strahlenkrankheit kann bei einer kurzfristigen Belastung von 250 Millisievert autreten.
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Die Regierung stellt in einem ersten Schritt der Bevölkerung rund 265 Millionen Euro Notfallhilfe zur Verfügung. Das Geld sei für Essen, Wasser, Decken und Medizin, wie Regierungssprecher Noriyuki Shikata via Twitter bekannt gab.
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