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Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelstrurm "Nargis" über Burma, warnen die Meteorologen , dass sich ein neuer, schwerer Wirbelstrum in der Region zusammenbraut. Damit würde das bereits schwer zerstörte Burma vor der nächsten Katastrophe stehen. Schon jetzt benötigen rund 1,5 Millionen Menschen in Burma Hilfe.
Die Hilfsgüter kommen zwar nach und nach im Katastrophengebiet an, doch werden nicht alle Bedürftigen versorgt. Das UN-Welternährungsprogramm WFP schätzt, dass erst 50.000 Menschen mit Essensrationen erreicht wurden.
Aus den Nachbarländern Bangladesch, China, Indien und Thailand soll Burma 160 Katastrophenhelfer angefordert haben, berichtete das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA). Gleichzeitig warteten Hunderte Experten der Vereinten Nationen und privater Hilfsorganisationen aus anderen Ländern seit Tagen vergeblich auf Einreisegenehmigungen.
"Burma hat gezielt nur die Nachbarländer aufgerufen zu helfen", erklärte OCHA-Sprecherin Amanda Pitt. Die Länder gehören zu den wichtigsten Handelspartnern Burmas. Sie haben sich in der Vergangenheit mit Kritik an dem Militärregime zurückgehalten, während europäische Länder und die USA die Menschenrechtslage immer wieder angeprangert haben.
Im Katastrophengebiet warten eineinhalb Wochen nach dem Zyklon noch immer Überlebende auf die ersten Hilfslieferungen. Privatleute aus der Hafenmetropole und ehemaligen Hauptstadt Rangun sind inzwischen mit ihren eigenen Autos im Süden unterwegs und verteilen Wasserflaschen und Kekse. |
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Das zeigte ein BBC-Reporter am Mittwoch, der eine Kamera in das für Ausländer gesperrte Gebiet geschmuggelt hatte.
Ein Geschäftsmann, der mit seinem eigenen Auto in das Irrawaddy-Delta gefahren war, sagte der BBC, seine Mitarbeiter hätten aus ihren eigenen bescheidenen Mitteln ein paar hundert Dollar gespendet. Er habe dafür in Rangun Wasser und Kekse gekauft und sei in Richtung Süden losgefahren. Einige private Helfer sollen an Straßensperren zurückgeschickt worden sein, mit dem Hinweis, dass Hilfe nur durch das Militär erfolgen dürfte.
Eine der wenigen internationeln Helfer, die es schafften bis ins Katastrophengebiet vorzudringen, war die Chefin der Rotkreuz-Delegation in Burma, Bridget Gardner. Sie beschrieb die Situation im überschwemmten Delta nach einer zweitägigen Tour in Rangun als "überwältigend". In der verwüsteten Stadt LaButta säßen 10 000 Menschen ohne Dach über dem Kopf im strömenden Regen.
Sollte ein weiterer Wirbelsturm über Birma fegen, könnte das Land vollends in der Katastrophe versinken. Wirbelstürme können, wenn sie auf Festland treffen, Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h entwickeln. Diese Stürme bilden sich vornehmlich über warmen Wassermassen und sind sehr starke, kreisförmige Tiefdrucksysteme zwischen dem 5° und dem 25° Breitengrad nördlicher und südlicher Breite.
Die Militärjunta in Burma geht bislang von gut 60.000 Toten und Vermissten aus. 34.000 sind offiziell als tot gemeldet.
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