Hillary Clinton kämpft und kämpft. Und das, obwohl sie als erledigt gilt. Barack Obama aus Illinois wird als Sieger der demokratischen Vorwahlen gesehen. Er darf das nur nicht laut sagen. Weil Hillary immer weiter macht. Die Frau hält sich selbst am Leben. Die Frage ist: was soll das?
Nach Berechnungen der New York Times ist die Lage wie folgt: Barack Obama hat sich für den Nominierungsparteitag im August die Mehrheit der Delegiertenstimmen gesichert. Er hat in den Vorwahlen etwas mehr Delegierte gewonnen als Clinton. Dazu hat sich die überwiegende Zahl der "Superdelegierten", also Parteioffizielle mit Stimmrecht, für den Senator aus Chicago erklärt. Nach jetzigem Stand braucht Obama im August nicht mehr als sieben Prozent der verbleibenden Stimmen. Und Clinton? Sie bräuchte 94% der noch unentschiedenen Wahlmänner.  Keine Freunde mehr: Clinton und Obama

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Clintons Strohhalm: ungültige Stimmen
94% ist eine kaum erreichbare Zahl. Das weiß auch die Senatorin aus New York. Deshalb wirbt sie nun darum, eigentlich ungültige Stimmen aus den Vorwahlen in den Bundesstaaten Michigan und Florida doch noch zu zählen. Die Parteitagsstimmen dieser Vorwahlen wurden als Strafe für ein verfrühtes Abhalten von der Demokratischen Bundespartei suspendiert. Barack Obama nahm in Michigan daraufhin seinen Namen von den Wahlzetteln. Hillary Clinton sprach sich ebenfalls für die Ungültigkeit der Stimmen aus.
Heute klingt sie etwas anders. "Die Demokratische Partei muss diese Stimmen zählen", sagte sie am Mittwoch in Florida. "Sie sollten genau so gewertet werden, wie sie abgegeben worden sind. Die Demokratie verlangt das!" Ihr Argument: 1,7 Millionen Wähler hätten in Florida ihre Stimmen abgegeben. Trotz der Entscheidung der Bundespartei, die Wahl zu suspendieren. Diese Menschen würden nun vergrätzt, wenn ihre Entscheidung nicht gilt. Zudem sei das Nichtzählen abgegebener Stimmen "die republikanische Art, nicht die demokratische", so die Senatorin in Anspielung auf den Wahlbetrug in Florida vor acht Jahren. |