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Hillary Clintons letzte Woche im Rennen um die demokratische Nominierung hat begonnen - hofft Obama.
02.06.2008
Halbe Delegierte, schale Siege
Laut Hochrechnungen hat Hillary Clinton die Vorwahlen in Puerto Rico am Sonntag mit über 60% gewonnen. So hat der fulminant gestartete Obama schon wieder gegen seine bereits als geschlagen erklärte Konkurrentin verloren. Dennoch ist er der Sieger im Duell gegen die Senatorin. Wenn auch ein angeschlagener. Clinton hat ihm den Heiligenschein heruntergerissen. Sie hat ungeheure Standkraft bewiesen, nachdem sie bereits mehrere Male totgesagt war.

Einen wichtigeren Sieg als Clinton hat Obama dieses Wochenende errungen. Die demokratische Partei entschied Samstagnacht, jedem Delegierten aus den Vorwahlen in Florida und Michigan lediglich eine halbe Stimme auf dem Nominierungsparteitag im August zuzugestehen. Damit wurden Hillary Clintons Hoffnungen zerschlagen. Die Kandidatin hatte dafür geworben, jedem Delegierten volles Stimmrecht zuzugestehen.Schon wieder Siegerin: Hillary Clinton
Schon wieder Siegerin: Hillary Clinton

Die Vorwahlen in den beiden Bundesstaaten Michigan und Florida waren für ungültig erklärt worden, nachdem sich die dortigen Demokraten für ein verfrühtes Abhalten der Vorwahlen entschieden hatten. Die Mutterpartei wollte hierdurch einen Wettlauf um die frühesten Kandidatenwahlen verhindern. Clinton und Obama erklärten sich einverstanden damit, die Stimmen aus den Bundesstaaten nicht zählen zu lassen. Die Senatorin aus New York trat dennoch an - im Gegensatz zu Obama, der in Michigan nicht zur Wahl stand. In beiden Staaten gewann Clinton wegen mangelnder Konkurrenz die Vorwahlen.

Hilflose Kungelei in Washington

Die Entscheidung der Demokraten am Samstag fiel unter lebhafter Beteiligung der Anhänger von Obama und Clinton. Beide hatten Sympathisanten nach Washington gelockt, um dort für das eigene Anliegen Stimmung zu machen. Die zerstrittenen Parteien waren zwar mit dem Kompromiss für Florida zufrieden. Die Entscheidung, auch die Stimmen aus Michigan beinahe hälftig zwischen Obama und Clinton aufzuteilen, stieß jedoch auf wütende Proteste.
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