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Eröffnungsfeier am Freitag - Mit Kung Fu und Böllern
06.08.2008
Spektakel
Es wird vielleicht die größte Eröffnungsfeier aller Zeiten: 80 Staatsgäste, mehr als 20 000 Mitwirkende, rund 30 000 Böller und Raketen. So soll, in Zahlen gefasst, die Olympiaer- öffnung in Peking aussehen. Und wie am Mittwoch auch bekannt wurde: Für Deut- schland wir Basketballspieler Dirk Novitzki der Fahnenträger sein.

Neben US-Präsident George W. Bush und Russlands Regierungschef Wladimir Putin werden auch Nicolas Sarkozy als amtie- render europäischer Ratspräsident oder Japans Ministerpräsident Yasuo Fukuda in peking erwartet. Deutschland dagegen macht sich rar: Wie bei früheren Spielen wird nur der Innenminister anreisen, Wolfgang Schäuble (CDU), der auch für den Sport zuständig ist.

Auch gekrönte Häupter sowie Prinzen und Prinzessin des europäischen Hochadels nehmen an der Eröffnung teil, allen voran Norwegens König Harald sowie Königin Sonja, Monacos Prinz Albert, die britische Prinzessin Anne oder der niederländische Kronprinz Willem-Alexander.

Seit Tagen ist Kambodschas ehemaliger König Sihanouk schon in Chinas Hauptstadt, wo er eine eigene Residenz unterhält. Auch sein Nachfolger, König Norodim Sihamoni, nimmt an der Feier teil.

Die Hymne der Peking-Spiele bleibt bis zum Schluss geheim - doch steht fest, dass die britische Sängerin Sarah Brightman und der chinesische Popstar Liu Huan gemeinsam auf die Bühne treten werden.

Für die Chinesen geht es bei der Eröf- fnungsfeier um weit mehr als nur um Sport und Spektakel: Sie wollen eine De- monstration der Stärke und des chinesischen Nationalismus abgeben. Die Funktionäre des Olympia-Komitees BOCOG übertreffen sich deshalb am Mittwoch in Eigenlob: "Brillant" soll die Feier sein, modern und gleichzeitig der Welt die "ehr- würdige alte chinesische Kultur" und die "Besonderheit" Chinas herausstellen. 28 Tanz-Ensembles werden durch die 90 000 Menschen fassende Arena wirbeln, von Kung Fu - Kämpfern bis zu Tänzerinnen im Minirock ist alles geboten.

Allein für den Einzug und das Hissen der chinesischen Nationalflagge sind 14 Minuten reserviert. Nach zwei Jahrhunderten der Armut, der Isolation und der Demütigungen durch die einst als Barbaren verachteten Ausländer will China der ganzen Welt zeigen: Wir sind wieder wer. Die olympische Leiden- schaft sei auf dem Siedepunkt angekommen, schreibt die Staatsagentur Xinhua -"Peking ist heiß! China ist heiß!"

Die Zahl der Akrobaten und Tänzer beziffert Wang Ping, der Cheforganisator der Zere- monie, auf 15 000. Sie sollen die chinesische Kultur in allen Facetten darstellen, von den Mythen der Vergangenheit bis zum Wieder- aufstieg in den letzten Jahrzehnten. Ein Drittel der Akrobaten und Tänzer stellt die Volks- befreiungsarmee. Mehrere tausend weitere Teilnehmer sind für sonstige Aufgaben ein- geplant.

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