Bei einem der verheerendsten Selbstmord- anschläge in Algerien sind 43 Menschen getötet und rund 40 weitere verletzt worden. Der Attentäter raste mit einem spreng- stoffbeladenen Wagen in eine Polizeischule in Les Issmer. Die über- wiegend jungen Opfer der Explosion warteten vor dem Gebäude, um sich für eine Anstellung bei der Polizei zu bewerben.
Niemand bekannte sich bislang zu dem Terroranschlag. Der Verdacht fiel aber auf die Gruppe Al Kaida im Maghreb, die für zahl- reiche Attacken in den vergangenen anderthalb Jahren verantwortlich gemacht wird. "Es ist ein Blutbad", sagte ein Sicher- heitsbeamter.
Die Polizeischule in Les Issers 60 Kilometer östlich der Hauptstadt sei ein sensibles Ziel gewesen, weil vor dem Tor so viele Polizei- anwärter versammelt gewesen seien. Nach der Explosion wurden die Straßen um die Wache im Umkreis von drei Kilometern abgeriegelt, das Mobilfunknetz brach zu- sammen.
Algerische Medien berichteten von einem zweiten Anschlag, der bereits am Sonntag stattgefunden haben soll. Bei einem Angriff mutmaßlicher islamischer Extremisten auf eine Militärkommandantur in Ostalgerien sind zwölf Menschen getötet worden. Die Opfer, acht Polizisten, drei Soldaten und ein Zivilist, seien getötet und anschließend enthauptet worden, berichtete die Zeitung Al Watan.
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