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Und auch ich werde Sonntagnacht um 0.05 Uhr vor dem Fernseher sitzen und die Übertagung in der ARD bis zum Ende anschauen. Dann werde ich kurz nach vier Uhr morgens ins Bett fallen und mit roten Augen am Montag wieder im Büro stehen. Aber - es lohnt sich!

Um was geht es? Hier eine Kurz - Kurz- Anleitung für Neugierige, nicht für Kenner! Gespielt wird auf einem Spielfeld von etwa 109 Metern Länge und 48 Metern Breite. Es treten zwei Mannschaften gegeneinander an, mit jeweils 11 Spielern.

Das Spielfeld ist in zwölf gleich große Ab- schnitte von 10 Yards eingeteilt. Die beiden letzten Abschnitte werden als Endzonen bezeichnet. Dort stehen überdimensionale Torpfosten. Ziel des Spiel ist es nun, wähernd einer ablaufenden Zeit möglichst viel Raumgewinn zu erreichen und zum Schluß einen Touchdown zu machen, also das Spiel-Ei in der Endzone des Gegners abzulegen. Dabei wechselt das Angriffsrecht ab.

Spannend wird es, weil die Mannschaften nicht nur Raum gewinnen können, sondern sogar, gegen die Zeit, auch müssen! Mindestens 10 Yards in maximal vier Ver- suchen. Das versucht die gegnerische Man- nschaft mit aller Macht zu verhindern.

Ziemlich schnell wird klar: Mit Kraft und Ge- walt alleine geht hier gar nichts, auch wenns so aussieht! Hier zeigt sich nun die Intelligenz des Quaterbacks einer jeder Mannschaft, also des zentralen Spielers, des Ball- verteilers im Spiel. Er stellt seine Mannschaft bei jedem Spielzug neu auf, entscheidet, ob geworfen, gelaufen, auf Sicherheit oder auf Zeit gespielt wird. Er muss das Spielfeld (zwecks Raumgewinn), die Uhr (weil die Zeit abläuft), die eigene und die Gegner- mannschaft im Auge behalten. Er muss versuchen mit exakt ausgetüpftelten Spiel-Strategien den Touchdown zu erreichen. Er muss ganz einfach die richtige Strategie oder den richtigen Strategie-Mix finden.

Und natürlich ist der Super-Bowl das Sport- ereigniss des Jahres in den Staaten. Des- halb wird zuvor ein Interview von Prä- sident Barack Obama zum Spiel gesendet (er tippt, wie ich, auf die Steelers), zur Halbzeit wird dann Bruce Springsteen auftreten. Nur eines ist lästig: Die vielen Werbe-Unterbrechungen. Es ist eben Prime-Time in Amerika.

Sendezeit: Sonntag, 1. Februar 2009, ARD um 0.05h, Pittsburgh Steelers vs. Arizona Cardinals

Isabella PfaffIsabella Pfaff, pfaff@tagesblick.de
Journalistin
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