In Deutschland sind EU-weit die meisten pestizidbelasteten Trauben auf dem Markt. Das gab die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Montag bekannt. Beson- ders stark belastete Trauben wurden laut Greenpeace bei Kaiser's, Tengelmann und Edeka festgestellt. Greenpeace hat über 124 Traubenproben aus der EU getestet.
Der Befund ist erschreckend:" Die Deutschen bekommen das mieseste Obst auf den Teller. Die Pestizid-Belastungen sind teils so hoch, dass gerade bei Kindern Gesundheits- schäden möglich sind," so Manfred Krautter, Chemieexperte von Green- peace.
Im Vergleich von fünf EU-Ländern weisen die Tafeltrauben in Deutschland die höchsten Pestizidbelastungen auf. 43 Prozent der in Deutschland verkauften Trauben sind zu stark belastet und nach der Greenpeace-Be- wertung "nicht empfehlenswert" (rot). Das sind mehr als doppelt so viel wie etwa in Hol- land.
Zudem sind nach Greenpeace die Spritz- mittelrückstände in den hierzulande ver- kauften Trauben gegenüber dem Test von 2007 auch noch erheblich angestiegen. 80 beziehungsweise 60 Prozent wurden mit rot bewertet. Greenpeace hat insgesamt 124 Trauben-Proben aus Deutschland, Frank- reich, Italien, den Niederlanden und Ungarn testen lassen.
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Greenpeace hatte 17 Supermarktketten inter- national verglichen dabei fanden sich die am stärksten mit giftigen Pestiziden belasteten Trauben bei den deutschen Handelsketten Kaiser's Tengelmann und Edeka.
Greenpeace hatte die Trauben auf über 300 Pestizidwirkstoffe untersuchen lassen. Am besten schneidet die Ware von Lidl Deutsch- land und zwei holländischen Supermarkt- ketten ab. Das beauftragte Speziallabor fand die höchsten Belastungen in Trauben aus der Türkei und Italien. Ware aus Spanien, Frankreich und Griechenland schnitt deutlich besser ab.
In den Tests, die in den Jahren 2005 und 2006 durchgeführt wurden, stellte Green- peace bei etwa 50 Prozent der untersuchten Trauben zu hohe Pestizidwerte fest. 2007 waren es nur 8 Prozent. Jetzt sind wieder 43 Prozent der Trauben zu stark mit Pestiziden belastet.
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