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Die Weltklimakonferenz der UN in Poznan braucht ein starkes Signal der EU
01.12.2008
Nach Kyoto
Im polnischen Poznan beginnt heute die Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen. Zwei Wochen lang ringen Delegierte aus 189 Ländern um eine Einigung. Vierzehn Tage Zeit bleiben, um die Grundlage für ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls zu legen. Ein neues weltweites Klimaabkommen soll nächstes Jahr in Kopenhagen beschlossen werden.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

Das bis 2012 gültige Kyoto-Abkommen ist bis heute von vielen Staaten nicht ratifiziert worden. Ob für ein Nachfolgeabkommen alle ins Boot geholt werden können, ist unklar. Die grundlegende Herausforderung wird sein, Schwellenländer wie Brasilien, Indien und China und natürlich den größten Klimaverschmutzer USA zu echten Zugeständnissen zu bewegen. Die Bereitschaft zu strengeren Verpflichtungen ist bei diesen Ländern zwar gewachsen. Die Finanzkrise hat jedoch in den letzten Monaten gezeigt, dass die besten Vorsätze zugunsten einer kurzfristigen Schonung der Wirtschaft schnell fallen gelassen werden können.

Die wichtigste Sitzung für den Erfolg der Konferenz in Poznan wird jedoch außerhalb der polnischen Grenzen stattfinden. In Brüssel trifft sich am 10. Dezember der Europäische Rat, um ein eigenes Klimapaket bis 2020 zu beschließen. Das wird Signalwirkung haben für die UN-Delegierten in Polen.
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