Die EU streitet seit Anfang 2008 über ihre eigenen Klimaziele. Im Januar hat die Kommission ein ehrgeiziges Klimapaket zur Beratung vorgelegt. Hauptziel der Vorschläge ist es, klimaschädliche Emissionen bis ins Jahr 2020 um 20% unter das Niveau von 1990 zu senken. Im Falle des Zustandekommens eines neuen globalen Klimaschutzabkommens in Nachfolge des Kyoto-Protokolls sieht die Kommission sogar eine europaweite Emissionssenkung um 30% bis 2020 vor.
 Die Mitglieder des Europäischen Rats im Juni 2008

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Angesichts dieser ehrgeizigen Ziele ist klar: Ohne eine Einigung der europäischen Regierungschefs auf dem Europäischen Rat am 10.-11. Dezember wird auf der Weltklimakonferenz in Poznan wenig vorangehen. Die EU wird von der Weltgemeinschaft an ihren vollmundigen Plänen gemessen werden. Falls sich widerspenstige Mitgliedstaaten wie Italien und Polen durchsetzen und die europäischen Klimaziele abschwächen, wird der Konferenz der UN die Luft ausgehen. Nur wenn die EU ein mutiges Signal aussendet, werden andere Länder zu echten Verpflichtungen bereit sein.
Bleibt zu hoffen, dass die Staatenchefs der EU ihre Schlüsselrolle erkennen. Der Erfolg der Mega-Konferenz in Poznan wird jedenfalls erst ab dem 11. Dezember abzusehen sein. |