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Am 28. Juli wird die UN-Vollversammlung zum ersten Mal über eine historische Resolution debattieren und abstimmen, die das Recht auf "sicheres und sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung" unterstützt. Eine Beschlussfassung würde eine Aufnahme des Rechts auf Wasser als Menschenrecht in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bedeuten.
Diese Resolution wurde am 17. Juni vom bolivianischen Botschafter bei der UNO, Pablo Solón, eingebracht und wird von mindestens 30 Ländern unterstützt. Eine Beschlussfassung dieser Vorlage würde das Versäumnis, das Recht auf Wasser alsMenschenrecht in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufzunehmen, wieder gutmachen.
Gegner der Resolution
Die USA, das Vereinigte Königreich und Kanada wenden sich gegen die Resolution und versuchen, andere auf ihre Seite zu ziehen. Es besteht die Gefahr, dass die Weltorganisation in einen nördlichen und südlichen Teil gespalten wird.
Diese Haltung stößt nicht nur bei Maude Barlow auf starke Kritik:" Die USA, Kanada und einige europäische Länder versuchen alles, um einen Strich durch die Rechnung zu machen. Obwohl ihre eigenen Bürger diese Rechte genießen, wollen sie sie anderen in schamloser Weise vorenthalten. Sie schieben verfahrenstechnische Probleme vor, um eine Frage, bei der es um Leben und Tod geht, zu blockieren und zeigen weder Rücksicht noch Mitleid |
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mit denen, die unter dem Mangel von Wasser und Sanitärversorgung schrecklich leiden."
Maude Barlow ist Gründerin der Organisation Blue Planet Project, Vorstandsvorsitzende der Organisation Food & Water Watch und Vorsitzende der Organisation The Council of Canadians. Sie war Chefberaterin des 63. Präsidenten der Vollversammlung der Vereinten Nationen für das Thema Wasser. In ihrem Buch "Blue Covenant: The Global Water Crisis and the Coming Battle for the Right to Water" (Blauer Vertrag - Die weltweite Wasserkrise und der bevorstehende Kampf um das Recht auf Wasser) vertritt sie die These, dass die Wasserkrise zusammen mit dem Klimawandel eine der gravierendsten Bedrohungen der Menschheit darstellt.
Warum eine UN-Resolution?
Wasser ist lebenswichtig. Jeden Tag sterben 4000 Kinder an Krankheiten, bei denen das Wasser eine Rolle spielt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass fast 1,2 Milliarden Menschen kein sauberes Wasser und 2,6 Milliarden keine richtige Sanitärversorgung haben.
Die Verabschiedung dieser Resolution wäre der erste Schritt, den die internationale Gemeinschaft in Richtung einer nachhaltigen Wasserversorgung ginge. Sie würde die Aufmerksamkeit auf die grundlegende Bedeutung des Wassers und der Sanitärversorgung lenken. |
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