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Nur vier Prozent aller Waldbrände haben natürliche Ursachen
29.08.2011
Aktuelle WWF-Waldbrandstudie
Weltweit haben nur etwa 4 Prozent aller Waldbrände natürliche Ursachen wie beispielsweise Blitzeinschlag. In allen anderen Fällen ist der Mensch - sei es direkt oder indirekt, sei es fahrlässig oder vorsätzlich - verantwortlich für den Brand. Das ist eines der Ergebnisse der aktualisierten WWF-Waldbrandstudie "Wälder in Flammen".

Im Mittelmeerraum hat sich die durchschnittliche jährliche Waldbrandfläche seit den 1960er Jahren vervierfacht, so die Untersuchung. Die Auswirkungen der Waldbrände auf die weltweite Artenvielfalt sind nach Ansicht des WWF gravierend: Sämtliche Ökoregionen, die für die Erhaltung der globalen Artenvielfalt entscheidend sind, sind auf 84 Prozent ihrer Fläche durch Veränderungen in der Intensität und Häufigkeit von Feuern gefährdet.

"Immer dann, wenn Waldbrände zu heftig, am falschen Ort, zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt oder zu häufig auftreten, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass das Ökosystem durch menschliche Eingriffe aus den Fugen geraten ist", so Nina Griesshammer, Waldbrandexpertin beim WWF Deutschland. "Die Ursachen für die Zunahme der Brände insbesondere im Mittelmeerraum liegen hauptsächlich in fahrlässiger und vorsätzlicher Brandstiftung, verbunden mit extremer Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten und degradierten Wäldern, in denen sich kleine Feuer rasend schnell verbreiten können."


Vor allem großflächige Feuersbrünste in den Monokulturen oder Buschlandschaften haben in den vergangenen Jahren besorgniserregende Ausmaße angenommen. Jedes Jahr brennt es dort rund 50.000 mal. Besonders betroffen sind die EU-Mitgliedsstaaten Spanien, Portugal, Italien und Griechenland. In Spanien hat sich die Zahl der Waldbrände seit den 1960er Jahren bis heute verzehnfacht. Bezogen auf die Waldbrandwahrscheinlichkeit belegt Portugal unter den Mittelmeerländern einen traurigen Spitzenplatz. Im südlichen Mittelmeerraum geht man davon aus, dass sich wegen der Klimaerwärmung der Zeitraum, in dem die höchste Alarmstufe für Waldbrände gilt, erheblich verlängert.

"Ein Waldbrand kann in drei Phasen unterteilt werden", erläutert Nina Griesshammer: "Meist entzünden sich zunächst das Gras und der trockene Unterwuchs. Es kommt zu einem Bodenfeuer, das noch leicht bekämpft werden kann. Wenn es zu einem Lauffeuer auswächst, kann es besonders bei Nadelholzbeständen, auf die Baumwipfel überspringen. Das führt rasch zu einem Kronenfeuer und zu einer rasanten Ausbreitung der Flammen. Kronenfeuer lassen sich deutlich schwerer bekämpfen und wachsen sich leicht zur dritten Stufe, einem Totalbrand aus. Dieser kann so gut wie nicht mehr gelöscht werden."
Michael PohlMichael Pohl, pohl@tagesblick.de
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