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Erster DUH-Dienstwagencheck bei Bundesbehörden mit ernüchternden Ergebnissen
20.09.2011
Dienstwagen-Check
Bei der ersten Dienstwagenerhebung der Deutschen Umwelthilfe unter 21 Bundesbehörden fallen zwölf mit einer "Roten Karte" durch. Nur vier erhalten die "Grüne Karte" für niedrigen CO2-Ausstoß ihrer Dienstfahrzeuge. Positiv zu vermerken ist die hohe Auskunftsbereitschaft der Behörden, wenn auch mit einer Ausnahme.

Erst in vier von 21 befragten Bundesbehörden ist die Klimadebatte erkennbar angekommen: Ihre Dienstwagenflotten halten die geltenden EU-Zielwerte für den Kohlendioxid-Ausstoß ein. Gleichzeitig sind zwölf Behörden von diesen noch meilenweit entfernt. Das geht aus einer neuen Erhebung hervor, die die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) zwischen März und Juli 2011 erstmals auch im Beamtenapparat durchführte. Dabei fragte sie, wie zuvor schon in Bundes- und Landesministerien sowie großen Unternehmen, auch die Dienstfahrzeuge der jeweiligen Hausspitzen ab.

"Spritsparende Dienstwagenflotten schützen nicht nur das Klima sondern sparen auch Steuergelder. Nachdem sich bereits erste Landesregierungen dazu verpflichtet haben, für die Dienstwagen ihrer Minister bzw. Staatssekretäre Höchstwerte beim CO2-Ausstoß pro Kilometer festzulegen, sollten nun die Bundesministerien mit ihren nachgeordneten Behörden nachziehen", so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die "Grüne Karte für glaubwürdiges Klimabewusstsein" beim DUH-Dienstwagen-check erhielten das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), die BWFuhrparkService GmbH der Bundeswehr und das Bundesamt für Güterverkehr (BAG).
Sie erfüllen bezüglich ihrer Dienstwagenverbrauchswerte,die die DUH nach einem von ihr entwickelten Bewertungssystem erhob, vorbildlich Nachhaltigkeits- und Transparenzansprüche. Die durchschnitt-lichen CO2-Emissionen der vier Pkw-Flotten unterschreiten jeweils den seit 2008 geltenden EU-Zielwert von 140 g CO2/km.

Auch die Dienstfahrzeuge des BWFuhrpark-Geschäftsführers Dietmar Zimmer, des BfS-Präsidenten Wolfram König und der BfN-Präsidentin Beate Jessel unterschreiten mit 132 g CO2/km bzw. 137 g CO2/km die 140 Gramm-Marke. BAG-Präsident Andreas Marquardt verzichtet auf ein persönliches Dienstfahrzeug und greift bei Bedarf auf ein Flottenfahrzeug zurück.

Die Mehrzahl der befragten Bundesbehörden liegt mit ihren Flottenwerten jedoch noch weit über den seit 2008 geltenden EU-Zielwerten, obwohl die Fahrzeughersteller immer mehr komfortable Limousinen mit vertretbarer Motorisierung und vergleichsweise niedrigen CO2-Emissionen anbieten. Fünf befragte Bundesbehörden erhalten von der DUH die "Gelbe Karte " für erkennbares aber insgesamt noch nicht ganz überzeugendes Klimamanagement.
Beispielhaft steht hier die Deutsche Rentenversicherung, die mit 130 g CO2/km den besten Flottenverbrauchswert aller befragten Institutionen vorweisen kann, aber wegen des vergleichsweise hohen Spritverbrauchs von Behördenchef Herbert Rische (174 g CO2/km, Audi A8 3.0 TDI) nicht die höchste Kategorie erreicht. Unter den Behördenleitern leistet sich Frank.-J. Wiese, der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) den größten Spritfresser. Sein BMW 740i übertrifft den geltenden EU-Klimazielwert mit 235 g CO2/km um rekordverdächtige zwei
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