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Zwei Wochen lang rang die Weltgemeinschaft auf der 17. Klimakonferenz in Durban um Maßnahmen, den Klimawandel wirkungsvoll zu dämpfen. Während die Staatschef die Formelkompromisse feiern, kritisieren Umwelt- und Naturschutzverbände die aus ihrer Sicht mageren Ergebnisse.
Der Uno-Klimagipfel hatte sich nach einem Verhandlungsmarathon auf die Erarbeitung eines Weltklimavertrags zur Begrenzung der Erderwärmung bis 2015 verständigt. Erstmals wollen auch Klimasünder wie die USA und China verbindliche Ziele zur Minderung ihrer Ausstöße von Treibhausgasen mittragen. Mit der Einigung vom Sonntag könnte die EU erreichen, dass das Abkommen bis 2015 erarbeitet wird und 2020 in Kraft tritt.
„Ein löchriger Rettungsschirm fürs Klima“
Dem Vorsitzenden des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, reichen die Ergebnisse des Weltklimagipfels nicht. Zwar hätte alles noch schlimmer kommen können, aber Durban habe den Klimaschutz vertagt, sagte er. "Die Verhandler kommen vom Klimagipfel mit ziemlich leeren Händen nach Hause. Wie ein Kyoto-II-Abkommen aussieht bleibt unklar und ebenso, wie ein neuer Weltklimavertrag gestaltet wird. Der dringend benötigte Klimafonds kommt viel zu spät. Damit sind diese Beschlüsse nur ein löchriger Rettungsschirm fürs Klima. Die Chance, in Durban einen echten Durchbruch zur Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad hinzubekommen wurde nicht genutzt", sagte Weiger. Die Bremserstaaten, allen voran die USA, setzten mit |
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ihrer Verzögerungstaktik das Leben von Millionen von Menschen und der biologischen Vielfalt aufs Spiel. Auch die EU sei nicht freizusprechen. Der Einsatz von Klimakommissarin Connie Hedegaard hätte zwar einerseits ein komplettes Scheitern der Verhandlungen verhindert, gleichzeitig sei aber von der EU zu wenig auf den Tisch gelegt worden. Die Weigerung, ihre Treibhausgase bis 2020 um 30 statt nur um 20 Prozent zu verringern, sei kontraproduktiv gewesen, so Weiger.
„Eine verpasste Chance“
"Die Welt verdient einen besseren Deal als den lauwarmen Klimakompromiss von Durban", so Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. "Länder wie die USA und Kanada streuten immer wieder Sand ins Getriebe. Das enttäuschende Ergebnis reicht nicht aus, den durch den Klimawandel ausgelösten Bedrohungen für Mensch und Natur zu begegnen. Es wurde die Chance verpasst, einen starken Fahrplan zu verabschieden, der den globalen Temperaturanstieg unter zwei Grad Celsius begrenzen könnte", so das ernüchternde Fazit des WWF. Hinter der glänzenden Fassade einer neuen Vereinbarung verbergen sich kaum belastbare Inhalte.
„Verantwortung bei Blockade-Staaten USA und Kanada“
Die Verantwortung für das unbefriedigende Ergebnis tragen aus Sicht von Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes, in erster Linie Blockade-Staaten wie die USA und Kanada. Auch Schwellenländer wie China und Indien seien nicht bereit gewesen, sich auf das Ziel eines rechtsverbindlichen |
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